Heute ist der 1.06.2026 und während die Sonne über München aufgeht, feiern wir eine ganz besondere Frau: Walburga Pauker, die kürzlich ihren 100. Geburtstag in Fürstenfeldbruck gefeiert hat. Ein wahres Jubiläum, das nicht nur sie, sondern auch ihre Familie und Freunde in den Bann gezogen hat. Glückwünsche kamen von überall, sogar der Dritte Bürgermeister Philipp Heimerl und die Vize-Landrätin Martina Drexler ließen es sich nicht nehmen, Walburga zu gratulieren.
Aufgewachsen mit zwei Geschwistern auf einem landwirtschaftlichen Anwesen nahe Gröbenzell, hat Walburga eine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Nach der Schule ließ sie sich zur Einzel- und Großhandelskauffrau ausbilden und arbeitete später in einem Schreibwarenladen – direkt in der Nähe des Münchner Hofbräuhauses. Die Erinnerungen an die Kriegszeit sind noch lebendig, als sie bei Fliegeralarmen im Keller des Kaufhauses Hertie Schutz suchen musste. Nach dem Krieg fand sie sich unter amerikanischer Verwaltung bei MAN im Motorenbau wieder, wo sie am Fließband arbeitete. So viel Leben in einer einzigen Frau!
Familienleben und Hobbys
Inmitten all dieser Herausforderungen lernte sie ihren Ehemann kennen, der Akkordeon spielte – bei einer Tanzveranstaltung, wie es sich gehört! Aus dieser liebevollen Ehe gingen drei Kinder hervor. Die Familie lebte zeitweise im Zollgrenzbezirk Garmisch-Partenkirchen, bevor sie nach Laim zogen. Heute, nach vier Jahren im BRK-Pflegehaus von Lepel-Gnitz in Fürstenfeldbruck, hat sich Walburga ein neues Zuhause geschaffen. Trotz eines defekten Aufzugs, der sie nicht von ihrem Ziel abbringt, erklimmt sie die Treppen zu ihrem Zimmer – ein wahres Zeichen von Entschlossenheit.
Die Hobbys der rüstigen Dame sind ebenso bemerkenswert wie ihre Lebensweise: Sie liebt das Schneidern und Stricken und genießt die Treffen mit Freunden. Und sie kann sogar ohne Brille lesen! Ihr Lebensmotto, „Brav bleiben, ein normales Leben führen und zufrieden sein“, spricht Bände über ihre Einstellung. Man spürt förmlich die Gelassenheit, die sie ausstrahlt.
Haus St. Walburga in Ramsdorf
In der Region gibt es auch die Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Walburga in Ramsdorf, die nicht nur durch ihre zentrale Lage, sondern auch durch ihr umfassendes Angebot besticht. Direkt am Stadtkern gelegen, ist sie ohne stark befahrene Straßen erreichbar und bietet zahlreiche Geschäfte sowie Erholungsmöglichkeiten. Der Fluss „Aa“ lädt zum Verweilen ein und das historische Kopfsteinpflaster in den Straßen erzählt seine eigene Geschichte.
Die Einrichtung hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1895 zurückreicht. Mit einem Neubau von 1996 bis 1998 wurden die Kapazitäten auf 55 Plätze in der vollstationären Pflege erweitert, einschließlich 48 Einzelzimmern und 4 Doppelzimmern. Die Architektur des Gebäudes ist hell und freundlich, mit einer Cafeteria, die großzügige Dachfenster bietet und als beliebter Aufenthaltsraum dient. Hier wird Wert auf eine individuelle pflegerische Versorgung durch Fachkräfte gelegt, die sich dem Pflegeansatz nach Monika Krohwinkel verschrieben haben. Aktivierende Pflege steht dabei im Mittelpunkt.
Die Geschichten von Walburga und den Bewohnern von Haus St. Walburga sind Teil des bunten Lebens, das in unserer Region pulsiert. Ein Leben, das es wert ist, gefeiert zu werden!