Am 1. Mai 2026 wird in Untermenzing wieder ein Maibaum aufgestellt, und die Vorfreude ist bereits spürbar. Die Dorfgemeinschaft, vereint über mehrere Generationen, wird gemeinsam an diesem bunten Traditionsevent teilnehmen. Mit einer Höhe von stolzen 29 Metern aus der Aubinger Lohe wird der Maibaum nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein Symbol des Gemeinschaftsgeists. In der Vergangenheit musste der Maibaum einmal ersetzt werden, nachdem ein Blitzschlag ihm zugesetzt hatte. Seit der ersten Aufstellung im Jahr 1976 ist die Tradition stetig gewachsen und hat sich fest im Dorfleben verankert.

Die Maibaumtruppe besteht aus etwa 30 Mitgliedern, darunter auch einige Schüler, die gerade ihr Abitur machen. Am 1. Mai wird der Maibaum traditionell vor dem Pfarrheim St. Martin aufgestellt, begleitet von einem bunten Treiben voller Festlichkeiten. Zu den Vorbereitungen gehören das Schleifen, Grundieren und das streichen in den bayerischen Farben Weiß und Blau, während 20 Schilder verschiedene Gewerke der Gemeinde repräsentieren. Einmal in der Geschichte wurde ein Maibaum aus Untermenzing tatsächlich gestohlen, und zwar während des Sturms Wiebke im Jahr 1990 – ein echtes Abenteuer für die Dorfbewohner!

Tradition und Gemeinschaft

Der Maibaum ist mehr als nur ein Holzstamm; er ist das Ergebnis gemeinschaftlicher Arbeit und fördert den Zusammenhalt im Dorf. Die Vorbereitungen beginnen längst vor dem Aufstellungsdatum: Ein Baum wird oft von einer regionalen Bauernfamilie gespendet, grün gefällt, getrocknet und von seiner Rinde befreit. Geschick ist gefragt, wenn es darum geht, den Baum traditionell in Weiß und Blau zu streichen und die Zunfttafeln anzubringen. Doch die Arbeit hört hier nicht auf – die Maibaumwache sorgt dafür, dass der Baum bis zur Aufstellung sicher bleibt, und kleine Wachlager mit Brotzeit und Gesprächen entstehen.

Am 1. Mai wird der Baum dann von Hand aufgestellt, oft mit „Schwaiberln“, was viel Kraft und Koordination erfordert. Organisiert wird das Ganze von lokalen Vereinen, wie dem Burschenverein oder der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei steht die Herausforderung im Raum, auch den Nachwuchs zu gewinnen, um diese Tradition fortzuführen.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Finanzierung des Maibaums ist ein Gemeinschaftsprojekt: Vereinskassen, Spenden aus dem Dorf und die Unterstützung lokaler Betriebe tragen dazu bei. Auch Einnahmen aus dem Maifest fließen in die Kosten ein. Das Maifest selbst wird ein großer Tag des Feierns, mit Musik, Tanz und gutem Essen, und zieht das ganze Dorf in seinen Bann.

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Der Maibaum hat für Kinder eine besondere Bedeutung: Sie lernen nicht nur Handwerk und Tradition, sondern auch die Verbindung zwischen Landwirtschaft und Dorfleben kennen. Solche Erlebnisse prägen und bleiben ein Leben lang in Erinnerung. In anderen Regionen Deutschlands wird zwar oft ein kleinerer Maibaum aufgestellt, doch in Untermenzing bleibt die Tradition groß und lebendig. So wird auch in diesem Jahr der Maibaum wieder ein Zeichen der Gemeinschaft, des Zusammenhalts und der Freude sein.

Seien Sie dabei, wenn am 1. Mai der neue Maibaum aufgestellt wird – ein Fest, das Jung und Alt zusammenbringt und die Herzen der Untermenzinger höher schlagen lässt!