Heute ist der 28.06.2026 und die Anwohner im Münchner Stadtteil Allach-Untermenzing haben wahrlich Grund zur Sorge. Der Stau auf der A99 am Allacher Tunnel ist mittlerweile ein echtes Ärgernis. Die Autos, die sich im Schritttempo durch den Tunnel quälen, haben dazu geführt, dass viele Fahrer auf die Idee kommen, durch die ruhigen Straßen des Wohngebiets Lochholz auszuweichen. Und das hat seine Folgen, die in den letzten Wochen immer lauter werden.

Die Anwohner berichten von einem Verkehrschaos, wo man vorher vielleicht noch in Ruhe seinen Kaffee auf der Terrasse genießen konnte. Besonders betroffen sind die Straßen Siberstraße, Kleselstraße und Eversbuschstraße, wo der Verkehr gefühlt mehr als nur die Ruhe stört. Das Verlassen des Wohngebiets wird zur Herausforderung, vor allem während der Stoßzeiten. Die Rückstaus sind der Albtraum eines jeden Pendlers und die Klagen über den Lärm und die Abgase ortsfremder Fahrzeuge häufen sich.

Ein starkes Zeichen der Anwohner

Die betroffenen Anwohner haben sich nun zusammengetan und fordern Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr. Ihr Ziel? Weniger Verkehr, weniger Lärm und vor allem eine spürbare Entlastung der Verkehrssituation. Die Abfallproblematik kommt als Sahnehäubchen obendrauf: In den Abendstunden gibt’s oft Müllablagerungen am Wertstoffcontainerstandort an der Ecke Siberstraße und Kleselstraße. Es ist ein Bild, das man nicht wirklich sehen möchte, wenn man nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt.

Die Anträge sind bereits eingereicht, und die Diskussionen im Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing laufen. Mögliche Standorte für die neue Beschilderung sind Lippweg, Müllerstadelstraße und deren Einmündungen. Man fragt sich, ob dies ausreichend sein wird, um die Situation zu verbessern.

Die Zahlen sprechen für sich

Ein Blick auf die allgemeinen Verkehrszahlen zeigt, dass diese Problematik nicht isoliert ist. Das Standardwerk „Verkehr in Zahlen“ (ViZ), herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, bietet seit über 50 Jahren umfangreiche Daten zu Mobilität und Verkehr. Auf rund 380 Seiten findet man Zahlen zu Investitionen in die Infrastruktur, Verkehrsaufkommen und Emissionen. Es ist kein Geheimnis, dass der Verkehr in Deutschland stetig zunimmt, und die Herausforderungen, die damit einhergehen, sind enorm. Insbesondere in städtischen Gebieten wie München, wo der Platz begrenzt und die Nerven oft dünn sind.

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Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bearbeiten die aktuellen Daten für das ViZ. Das zeigt, wie wichtig eine fundierte Datenbasis für die Diskussion um Verkehrsprobleme ist. Die Taschenbuchausgabe ist kostenpflichtig, aber die aktuellen Ausgaben sind kostenlos im PDF- und MS-Excel-Format erhältlich – eine gute Gelegenheit, sich selbst ein Bild über die Verkehrssituation zu machen!

Die Anwohner in Allach-Untermenzing haben die Nase voll von dem Schleichverkehr und den damit verbundenen Belastungen. Man kann nur hoffen, dass ihre Forderungen Gehör finden und bald die notwendige Entlastung kommt, damit es in den Straßen wieder etwas ruhiger wird.