Heute ist der 13.05.2026. In der charmanten Gemeinde Gauting, unweit von München, gibt es gute Nachrichten, die das Herz berühren! Die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) hat kürzlich eine großzügige Zuwendung von 104.000 Euro aus dem bayerischen Haushalt erhalten. Diese Mittel stammen aus den sogenannten „Fraktionsinitiativen“ der CSU und Freien Wählern. Ein echter Lichtblick für die drittgrößte Stammzellspenderdatei Deutschlands, die über 360.000 registrierte Spender, hauptsächlich aus Bayern, zählt.
Jede Typisierung eines neuen Stammzellspenders kostet 35 Euro. Das bedeutet, dass die AKB diese Kosten größtenteils selbst tragen muss. Mit der neuen finanziellen Unterstützung wird es der Stiftung möglich, die Anzahl der Aphereseplätze von drei auf sechs zu verdoppeln. Bislang hat die AKB bereits fast 7500 Stammzellspenden vermittelt – das sind über 7500 Leben, die durch diese edlen Spenden eine neue Chance erhalten haben!
Wichtige Unterstützung für den Trachtenverein
Doch nicht nur die AKB profitiert von dieser finanziellen Unterstützung. Der Trachtenverein d‘Würmlust Stamm erhält ebenfalls 500.000 Euro aus den Fraktionsinitiativen. Damit wird das ehemalige Römerbad umgebaut – zu einem neuen, modernen Vereinsheim! Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat dem Antrag einstimmig zugestimmt, was die Bedeutung dieser Initiative unterstreicht. Wer weiß, vielleicht wird hier in Zukunft das ein oder andere zünftige Fest gefeiert!
Doch was genau steckt hinter der Aktion Knochenmarkspende? Die Stammzellspende erfolgt meist als Blutspende und nur selten als direkte Knochenmarkspende. Besonders häufig wird sie bei Blutkrebs, also Leukämie, eingesetzt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Spende ist ein „perfektes Match“ in einer Spenderdatei, wie der DKMS oder dem ZKRD. Wenn Spender und Patient zusammenpassen, werden die Spender kontaktiert. Über diesen Prozess hinaus gibt es spannende Abläufe und auch einige Risiken, die es wert sind, näher betrachtet zu werden.
Der Ablauf der Stammzellspende
Bei der peripheren Stammzellenspende, die 90 % der Spenden ausmacht, erhält der Spender fünf Tage vor der Spende ein Medikament, das die Stammzellproduktion anregt. Die Entnahme erfolgt dann ambulant und dauert etwa 3-5 Stunden. Der Clou: Das Blut wird über einen Zugang entnommen, die Stammzellen werden gefiltert und das Blut anschließend zurückgeführt. Scherzhaft könnte man sagen, dass man dabei fast wie ein Lebendspender wirkt!
Die Knochenmarkspende hingegen, die deutlich seltener vorkommt, erfolgt unter Vollnarkose in einer Klinik – hier wird etwa eine Stunde für die Entnahme eingeplant. Nach dem Eingriff bleibt der Spender ein bis zwei Nächte im Krankenhaus. Es gibt, wie bei jeder medizinischen Prozedur, auch Risiken und Schmerzen. Einige Spender berichten von grippeähnlichen Symptomen durch das Medikament, während andere nach der Knochenmarkspende mit Wundschmerzen und Blutergüssen rechnen müssen.
Eine Chance auf ein neues Leben
Die Registrierung als Stammzellspender ist für gesunde Personen zwischen 18 und 55 Jahren kostenlos und unkompliziert. Die Typisierung erfolgt durch einen Wangenabstrich oder eine Blutentnahme und ist der erste Schritt zur Aufnahme in die Stammzellspenderdatei. Komischerweise spenden nur etwa 2 % der registrierten Spender tatsächlich Stammzellen. Ein interessanter Fakt, den man im Hinterkopf behalten sollte! Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Kosten für die Typisierung werden von der AKB übernommen, nicht vom Spender.
Wenn alles gut läuft und die Typisierung bestätigt wird, erfolgt die Spende nach einer Voruntersuchung. Interessanterweise können Spender jederzeit von der Spende zurücktreten, allerdings kann das für den Patienten fatal sein – eine Sache, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte. Nach der Spende gibt es eine Nachsorge, die durch regelmäßige Kontaktaufnahme sichergestellt wird. Datenschutz ist ebenfalls ein wichtiges Thema: Die Daten der Spender werden pseudonymisiert an das Zentrale Knochenmarkspenderregister Deutschland (ZKRD) übermittelt. So bleibt alles im Rahmen des Bundesdatenschutzgesetzes.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Aktion Knochenmarkspende nicht nur ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung ist, sondern auch Hoffnung und neue Perspektiven für viele Patienten mit schweren Erkrankungen bietet. In Gauting wird dieser Gedanke durch die Unterstützung der Fraktionsinitiativen und die unermüdliche Arbeit der Stiftung AKB lebendig gehalten. Und wenn das nicht ein Grund zur Freude ist, dann weiß ich auch nicht!