Heute ist der 25.06.2026 in Obere Au und Chur steht vor einer spannenden, aber auch herausfordernden Zeit. Seit 2020 hat die Stadt satte 307 Millionen Franken in ihre Infrastruktur gesteckt. Doch die Rechnung geht nicht ganz auf: Der Selbstfinanzierungsgrad sinkt, und die Schulden haben sich von 186 auf beachtliche 385 Millionen Franken erhöht. Ein Grund mehr für das Churer Parlament, eine Investitionspriorisierung in Auftrag zu geben – schließlich will man nicht noch tiefer in den roten Zahlen stecken.

Die Prioritäten der Churer Regierung für die kommenden Jahre stehen fest. Dabei wird das marode Eisstadion, die Heimat des EHC Chur, besonders ins Auge gefasst. Hier ist der Handlungsbedarf unbestritten. Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben, um mögliche Lösungen zu finden – sei es eine Teilsanierung, eine Totalsanierung oder gar ein Ersatzneubau. Denn das Tragwerk des Stadions entspricht einfach nicht mehr den aktuellen Normen. Wenn die Schneelast zu hoch wird, könnte das Stadion sogar geschlossen werden. Ein Zustand, den sich niemand wünscht!

Neuer Kurs in der Investitionspolitik

Die Entscheidung, den dritten Autobahnanschluss Chur Mitte endlich aus den Planungen zu streichen, hat für einige Aufregung gesorgt. Dieser Anschluss wird seit Jahren diskutiert, jedoch scheint die Realisierungswahrscheinlichkeit gegen null zu gehen. Sowohl Bund als auch Kanton sehen keinen Bedarf, und das bedeutet, dass die Stadt die Kosten alleine tragen müsste. Aktuell hat Chur ohnehin zwei Autobahnanschlüsse zur Erschließung, genug für den Moment.

Das Parlament hat dem Plan der Regierung mit 13 zu 6 Stimmen zugestimmt, wobei einige Mitglieder der SVP und Teile der FDP gegen die Investitionspriorisierung gestimmt haben. Ihr Hauptargument? Es fehlte eine Nutzwertanalyse, und sie hätten lieber jährliche Investitionen von 35 Millionen Franken gesehen. Es bleibt spannend, ob diese Bedenken in zukünftige Planungen einfließen werden.

Investitionen für die Zukunft

Die geplanten Investitionen sehen vor, dass in den Jahren 2028 bis 2035 jährlich 45 Millionen Franken fließen sollen. Die Stadt plant außerdem eine Teilsanierung des Hallenbads Obere Au, die Gesamtsanierung des Theaters Chur sowie neue Schulbauten in Masans und Loe/Fontana. Man könnte sagen, die Stadt hat noch einiges vor!

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Doch nicht nur Investitionen stehen auf der Agenda. Im Herbst wird auch eine Debatte über ein Entlastungspaket von 16 Millionen Franken zur Verringerung der Verschuldung geführt. Ein Schritt, den viele Churer wohl als notwendig erachten, um die Stadt finanziell wieder auf Kurs zu bringen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Pläne entwickeln und ob die Bürger mit den Entscheidungen der Politik zufrieden sein werden.