In Steinhausen, einem Stadtteil von München, hat die Deutsche Bahn ein neues Ausbildungszentrum eröffnet, das nicht nur modernste Technologie nutzt, sondern auch frischen Wind in die Ausbildung von Lokführern bringt. Hier wird nicht nur auf Papier gelernt, sondern auch virtuell. Die Akademie setzt auf Virtual-Reality-Technologie, um die angehenden Lokführer optimal auf ihre künftigen Herausforderungen vorzubereiten. Ein Beispiel-Szenario, das in dieser digitalen Welt simuliert wird, ist ein Brand in der Zugtoilette – ja, das klingt nach einer aufregenden Aufgabe!

Mit einem beeindruckenden Raumangebot von 3000 Quadratmetern, das Unterrichtsräume, Besprechungszimmer und Gemeinschaftsflächen umfasst, werden jährlich etwa 100 neue Lokführer ausgebildet. Zudem bekommen etwa 800 bestehende Lokführer regelmäßige Fortbildungen. Das Regelwerk, das sie durcharbeiten müssen, erstreckt sich über mehr als 4000 Seiten – das ist kein Zuckerschlecken! Die Akademie ist strategisch günstig in der Nähe des S-Bahn-Werks platziert, sodass Theorie und Praxis Hand in Hand gehen können. Wer hat schon Zeit, um weit zu fahren, wenn das Lernen direkt vor der Tür beginnt?

Virale Schulung und interaktive Ausbildung

Die Ausbildung wird durch den Einsatz von drei Simulatoren ergänzt, die das Führerpult der Münchner S-Bahn originalgetreu nachbilden. Diese Technik ermöglicht es den Auszubildenden, unvorhersehbare Situationen wie blockierte Gleise zu üben. Und das ist nicht alles – ein spezieller Raum mit Modelleisenbahnen hilft den angehenden Lokführern, Abläufe aus der Vogelperspektive zu verstehen. Ein bisschen wie ein Spielzeug, aber mit einem ernsten Hintergrund, denn das Verständnis für die großen Zusammenhänge ist unerlässlich.

Interessanterweise haben sowohl Mitarbeiter als auch Auszubildende ihre Ideen zur Planung der Akademie beigesteuert. Das schafft nicht nur ein Gefühl von Gemeinschaft, sondern sorgt auch dafür, dass die Ausbildung praxisnah und relevant bleibt. Und für die Wissensauffrischung gibt es sogar einen Podcast! So wird das Fachwissen der Lokführer auf unterhaltsame Weise auf den neuesten Stand gebracht.

Innovationen im Fernverkehr

Doch nicht nur in Steinhausen wird auf digitale Hilfsmittel gesetzt. Ein internes Startup der Deutschen Bahn, EVE, hat ebenfalls eine VR-Trainingsanwendung entwickelt, die speziell für die Bedienung des Hublifts im neuen ICE 4 konzipiert wurde. In dieser Anwendung müssen die Mitarbeiter 28 Arbeitsschritte in einer festgelegten Reihenfolge durchführen, um alles richtig zu machen. Das klingt nach einer anspruchsvollen Aufgabe, wird aber durch den Einsatz von VR-Brillen viel zugänglicher. Ein Praxistrainer steht den Mitarbeitern zur Seite und kann über eine App auf einem Tablet unterstützen. Seit April 2018 ist dieses Training für Bordservice-Mitarbeiter an allen Schulungszentren im Fernverkehr im Einsatz.

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Stellt euch mal vor: Über 500 Mitarbeiter haben das Training bereits absolviert, und bis Ende 2018 sollten es über 1.000 sein. Bis 2020 sollen alle 4.000 Zugbegleiter im Fernverkehr mit der VR-Brille geschult werden! Diese digitale Revolution macht das Training nicht nur effektiver, sondern auch greifbarer. Lokführer können mit einer mobilen 3-D-Simulation virtuell in den Führerstand eines neuen ICE 4 einsteigen. Das ist nicht einfach nur Lernen, das ist ein immersives Erlebnis!

Die Zukunft der Ausbildung

Die Entwicklungen in der Ausbildung der Lokführer und Bordservice-Mitarbeiter zeigen, dass die Deutsche Bahn bereit ist, neue Wege zu gehen. Die Virtual-Reality-Technologie erlaubt es, in realistischen Szenarien zu üben, was in einem echten Zug vielleicht nicht möglich ist. Funktionen werden greifbar, und das Lernen wird intensiviert. Weitere Lerninhalte werden schrittweise für die VR-Umgebung entwickelt, sodass die Ausbildung stets auf dem neuesten Stand bleibt.

Die Innovationskraft der Deutschen Bahn ist beeindruckend und könnte in Zukunft noch viele weitere Überraschungen bereithalten. Wer weiß, vielleicht wird das Lernen bald so spannend, dass man sich fragt, ob man nicht selbst nochmal die Schulbank drücken möchte. Die Akademie in Steinhausen hat auf jeden Fall das Potenzial, die Lokführer von morgen bestens auszubilden – mit einem Hauch von Technik und einer Prise Menschlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie auf innovae.com.