Heute ist der 17.05.2026 und ich sitze hier in Aubing-Lochhausen-Langwied, einem Stadtteil, der sich so langsam zum Geheimtipp entwickelt. Die Sonne blitzt durch die Wolken, aber die Stimmung in München wird durch die anhaltend steigenden Mietpreise eher trüb. Die Mieten in begehrten Stadtvierteln haben neue Höchststände erreicht. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der durchschnittliche Mietpreis für Wohnungen mittlerweile bei 20,44 Euro pro Quadratmeter liegt – ein Anstieg von 5,68% im Vergleich zum Vorjahr. Krass, oder?
Wenn man sich dann noch überlegt, dass die Angebotspreise im Mai sogar bei 25,32 Euro pro Quadratmeter liegen, wird einem ganz schwindelig. Besonders betroffen sind die Stadtteile wie Altstadt-Lehel und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, wo die Mieten mit 25,11 Euro und 24,57 Euro pro Quadratmeter zu Buche schlagen. Es gibt aber auch ruhigere Ecken wie Feldmoching-Hasenbergl, wo man für rund 16,00 Euro pro Quadratmeter noch etwas atmen kann. Die Münchner selbst sind sich jedoch einig: Laut einer Studie von PwC halten 90% die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung für eine reine Glückssache. Das klingt nach einem schlechten Scherz.
Die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
Die Experten warnen vor negativen Folgen auf den Arbeitsmarkt. Immer mehr Fachkräfte denken darüber nach, die Metropolregion zu verlassen. Ein alarmierendes Signal, denn 53% der Befragten ziehen bei weiteren Mieterhöhungen sogar einen Jobwechsel in Betracht – besonders die Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren ist betroffen. Irgendwie nachvollziehbar, wenn man bedenkt, wie lange man bei der Wohnungssuche in beliebten Vierteln warten muss. Durchschnittlich bis zu sechs Monate! Das ist fast so lang wie das Warten auf den nächsten Sommerurlaub.
Die hohe Nachfrage trifft auf ein Angebot, das kaum hinterherkommt. Mit gerade einmal 6.500 neu gebauten Wohnungen pro Jahr können die Bedürfnisse der Stadtbevölkerung nicht ansatzweise gedeckt werden. Der Bedarf läge bei mindestens 8.500 Einheiten. Die Bauzinsen schwanken zwischen 3 und 4 Prozent, und gleichzeitig sinken die Baugenehmigungen. Ein Teufelskreis, der kaum zu durchbrechen ist. Die Stadt versucht zwar gegenzusteuern, etwa durch die Förderung von Genossenschaften und die Digitalisierung von Bauanträgen, doch die Leerstandsquote ist mit nur 0,2% fast nicht existent. Vermieter müssen pro Inserat zwischen 50 und 100 Bewerbungen durchforsten – ein wahrer Bewerbungsmarathon!
Wohnen in München – ein teures Vergnügen
Die Mietpreise für Häuser stehen dem in nichts nach. Der durchschnittliche Mietpreis beträgt 21,17 Euro pro Quadratmeter mit Spitzenwerten von bis zu 38,75 Euro. Auch die Angebote für möbliertes Wohnen sind kein Schnäppchen mehr: Diese stiegen um rund 14% und liegen jetzt bei über 31,74 Euro pro Quadratmeter. Ein weiterer Grund, warum viele Münchner sich nach Alternativen umsehen. Unternehmen könnten gezwungen sein, eigene Lösungen zu finden, etwa durch Mitarbeiterwohnungen oder Wohnkostenzuschüsse. Denn die hohe finanzielle Belastung durch energietechnische Sanierungsanforderungen schlägt bei vielen Mietern zu Buche.
Für die kommenden Jahre, konkret 2026 und 2027, sind keine grundlegenden Entspannungen in Sicht. Moderate Mietpreiserhöhungen werden erwartet, und für 2027 wird ein durchschnittlicher Mietpreis von etwa 20,81 Euro pro Quadratmeter prognostiziert. Es bleibt also spannend zu sehen, wie sich die Lage weiterentwickelt. Vielleicht müssen wir uns alle an die neue Realität anpassen und die Suche nach einem bezahlbaren Zuhause als eine Art Sportart betrachten. Wer weiß, vielleicht gibt es ja bald ein neues „München: Die Wohn-Olympiade“. Auf jeden Fall bleibt es ein heißes Thema in der Isarmetropole.