Am 8. Juni 2026 hat die Gemeinde Sauerlach einen bedeutenden Verlust erlitten. Monsignore Wolfgang Bouché, ein vertrautes Gesicht und eine tragende Säule der Seelsorge, ist im Alter von 81 Jahren verstorben. Sein Tod kam überraschend, während er an seinem Schreibtisch saß und seine Sonntagspredigt überarbeitete. Fast 40 Jahre lebte und arbeitete er in Altkirchen, wo er für seine unermüdliche Hingabe und sein Pflichtbewusstsein bekannt war. Selbst bei gesundheitlichen Problemen ließ er kaum einen Gottesdienst ausfallen.

Wolfgang Bouché wurde am 28. Februar 1945 in Kuhardt, Pfalz, geboren. Nach einer abgebrochenen handwerklichen Lehre trat er 1961 ins Spätberufenenseminar Fockenfeld ein. Sein Weg führte ihn über das Abitur am Spätberufenenseminar Waldram im Jahr 1968 zu einem Studium in Theologie und Wirtschaftswissenschaften in München. Nach dem Referendariat arbeitete er als Realschullehrer in Wolfratshausen, wo er Katholische Religion, Wirtschaft und Rechnungswesen unterrichtete. Am 28. Juni 1986 wurde er im Freisinger Dom zum Priester geweiht.

Ein Leben für die Seelsorge

Von 1994 bis 2015 war Bouché als Kurat in St. Margaret Altkirchen sowie als Pfarradministrator in St. Valentin Endlhausen tätig. Auch nach seinem Ruhestand im Jahr 2015 blieb er der Gemeinschaft treu und unterstützte den Pfarrverband Sauerlach als Seelsorgemithilfe. Die letzte Pilgerreise, die er betreute, führte ihn 2022 nach Fatima, seinem Lieblingswallfahrtsort. Er war auch maßgeblich an der letzten Renovierung der Kirche in Altkirchen beteiligt – ein Zeichen seiner tiefen Verbundenheit mit der Gemeinde.

In Sauerlach, wo die Pfarrkirche St. Andreas als Mittelpunkt des Pfarrverbandes dient, wird sein Fehlen schmerzlich spürbar sein. Der Pfarrverband Sauerlach, seit November 2018 unter der Leitung von Pfarrer Josef Steinberger, hat sich stets durch eine enge Gemeinschaft ausgezeichnet. Die Pfarrgemeinde St. Michael in Arget, die seit 2007 Teil dieses Verbandes ist, trägt ebenfalls das Erbe von Monsignore Bouché weiter.

Ein bleibendes Erbe

Prälat Walter Wakenhut, ehemaliger Militärgeneralvikar, unterstützt die Seelsorge in St. Michael, während Georg Kökert als Pastoralreferent und Robert Krütten als Verwaltungsleiter im Pfarrverband aktiv sind. Hans Hirschauer, der Kirchenpfleger, wird die Erinnerungen an Bouché mit den Gläubigen teilen, die mit ihm viele Gottesdienste gefeiert haben. Sein Engagement und die Dankbarkeit, die Pfarrer Steinberger und Kirchenpfleger Siegfried Roth anlässlich seines Todes äußerten, sprechen Bände über den Einfluss, den Bouché auf die Gemeinde hatte.

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Die Pfarrkirche St. Andreas in Sauerlach, ein barocker Saalbau, ist nicht nur ein Baudenkmal, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Glaubens. Sie wurde im Jahr 799/800 urkundlich erwähnt und ist durch ihre Geschichte eng mit der Entwicklung der Gemeinde verbunden. Bouché hat das Leben in dieser Kirche, die 1953 von Erzbischof Joseph Wendel konsekriert wurde, über Jahrzehnte geprägt. Die Erinnerungen an die gemeinsamen Gottesdienste und die liebevollen Gesten werden in den Herzen der Menschen weiterleben.

Heute ist ein Tag des Gedenkens. Monsignore Wolfgang Bouché wird nicht nur als Priester, sondern auch als Mensch in Erinnerung bleiben, dessen Lebenswerk die Gemeinschaft in Sauerlach bereichert hat.