Königspythons im Karton: Ein Hilferuf aus der Pertisaustraße
Am Mittwoch, den 8. Juli, wurde in München eine kuriose und zugleich erschreckende Entdeckung gemacht. Zwei Königspythons, die in einem Karton ausgesetzt worden waren, wurden in der Pertisaustraße in Berg am Laim gefunden. Auf dem Karton prangte ein Zettel mit der Frage: „Bringst du mich ins Tierheim?“ Ein Aufruf, der eher an einen verzweifelten Hilferuf erinnert als an eine verantwortungsvolle Handlung. Die Schlangen waren stark abgemagert und offenbar in einem schlechten Gesundheitszustand, was die Sorge um ihr Wohlergehen nur verstärkt.
Tierarzt Thomas Türbl von der Münchner Reptilienauffangstation äußerte sich kritisch zu diesem Vorfall. Er bezeichnete das Aussetzen der Tiere als „verantwortungslos und strafbar“. In der Stadt gibt es schließlich zahlreiche Anlaufstellen, wo Tiere verantwortungsvoll abgegeben werden können. Das Aussetzen ist nicht nur unverantwortlich, sondern auch gefährlich für die Tiere – insbesondere in Anbetracht der Temperaturschwankungen, die schnell zu Atemwegserkrankungen führen können.
Ein Aufruf zur Mithilfe
Die Auffangstation hat den Fall zur Anzeige gebracht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Zeugen, die am 8. Juli im Bereich der Pertisaustraße 15 Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich an das Veterinäramt München oder die Polizeiinspektion 21 zu wenden. Wer weiß, vielleicht gibt es jemanden, der die Schlangen gesehen hat oder sogar den Halter kennt. Interessanterweise wurde eine dritte Königspython ebenfalls in einem Karton im Osten der Stadt gefunden – ein weiteres Zeichen für diese besorgniserregende Situation.
Doch wie gefährlich sind Königspythons eigentlich? Sie haben in der Bevölkerung oft einen schlechten Ruf, obwohl sie als friedliche und scheue Tiere gelten. Viele Menschen können nicht einschätzen, ob eine Schlange gefährlich ist oder nicht. Dabei ist der Biss eines Königspythons in der Regel harmloser als der einer Katze. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man über diese faszinierenden Reptilien nachdenkt.
Die Kostenfrage
Die Versorgung und Unterbringung der Tiere wird vermutlich eine kostspielige Angelegenheit. Sollte der Halter ermittelt werden, muss er die Kosten tragen. Andernfalls bleibt die Stadt München auf den Ausgaben sitzen. Das ist nicht nur eine finanzielle Frage, sondern auch eine ethische. Tiere im Stich zu lassen, ist einfach nicht in Ordnung.
Für alle, die mehr über Königspythons erfahren möchten, gibt es interessante Informationen auf Reptilienkosmos. Dort wird deutlich, dass diese Tiere mehr sind als nur das, was man auf den ersten Blick sieht. Vielleicht helfen solche Informationen, um die Vorurteile abzubauen und ein besseres Verständnis für diese faszinierenden Geschöpfe zu entwickeln.
