Die Münchner S-Bahn hat in den letzten Tagen wieder einmal die dunkle Seite der Bahnreise gezeigt. Am Freitag und Samstag wurden zwei Mitarbeiter der S-Bahn Opfer von körperlichen Angriffen. Die Vorfälle ereigneten sich an den Bahnhöfen Englschalking und Feldmoching und hinterlassen ein Gefühl der Unsicherheit, das nicht nur die Bahnbediensteten, sondern auch die Fahrgäste betrifft.

Der erste Vorfall geschah am Freitag am Haltepunkt Englschalking. Ein 21-jähriger Deutscher, der ohne gültigen Fahrschein unterwegs war, geriet mit einem 51-jährigen tunesischen Kontrolleur in einen Streit. Dieser eskalierte schnell, als der Fahrgast dem Kontrolleur mit Faustschlägen ins Gesicht verletzte. Ein 43-jähriger Zeuge, der eingreifen wollte, wurde ebenfalls attackiert und erlitt eine Bisswunde am Arm. Der Täter – mit einem Atemalkoholwert von 0,96 Promille – konnte bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Komisch, dass er anscheinend nicht merkte, dass sein Verhalten nicht gerade die beste Art war, sich einen Platz in der S-Bahn zu sichern.

Schockierende Angriffe

Der zweite Vorfall fand am Samstag am S-Bahnhaltepunkt Feldmoching statt. Hier wurde ein 25-jähriger italienischer Lokführer von einem 46-jährigen amerikanisch-portugiesischen Passagier angegriffen. Der Lokführer versuchte, sich zu wehren, aber der Angreifer stieß ihn zu Boden und traktierte ihn mit Tritten. Glücklicherweise griffen zwei Passanten ein und konnten Schlimmeres verhindern. Der Lokführer erlitt leichte Verletzungen und begab sich selbst in ärztliche Behandlung. Der Täter hingegen hatte keinen Alkohol im Blut. Das lässt einen wirklich darüber nachdenken, was in solchen Köpfen vor sich geht.

Beide Angreifer wurden nach der Identitätsfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt. Das wirft Fragen auf: Wie sicher sind wir in der S-Bahn? Und was wird getan, um solche Vorfälle zu verhindern? Es ist ja nicht das erste Mal, dass es zu Übergriffen kommt. Laut einer Statistik der Deutschen Bahn wurden zwischen Januar und Oktober 2025 täglich im Schnitt fünf Mitarbeiter körperlich angegriffen. Insgesamt waren das fast 3.000 Mitarbeiter, die Opfer von Körperverletzung oder Bedrohung wurden. Die Tendenz ist steigend, und das ist nicht nur besorgniserregend, sondern auch ein deutliches Zeichen, dass etwas getan werden muss.

Jugendliche Übergriffe und die Rolle der Polizei

Die Situation wird nicht einfacher, wenn man sich die Vorfälle ansieht, die sich im Januar 2025 ereigneten. Zwei Minderjährige – ein 15-jähriges Mädchen und ein 16-jähriger Junge – griffen einen 46-jährigen Mann und eine 65-jährige Frau an. Nach einer verbalen Auseinandersetzung folgten Schläge, Tritte und Bespucken. Die Opfer wählten den Notruf, und die Bundespolizei leitete eine Fahndung ein, die schließlich die Angreifer stellte. In der Dienststelle zeigten die Jugendlichen kein Reue und griffen sogar die Beamten an! Das ist schon ein Stück weit erschreckend.

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Die Statistiken sprechen Bände: Im Jahr 2024 gab es 3.151 Anzeigen wegen Körperverletzung oder Bedrohungen von Mitarbeitern der Deutschen Bahn. Der Innenminister wurde aufgefordert, einen Plan für Schutzmaßnahmen vorzulegen. Die Deutsche Bahn plant für 2026 sogar Sofortprogramme zur Verbesserung der Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Nur gut, dass man sich langsam Gedanken macht – auch wenn man sich fragt, warum das nicht schon früher passiert ist.

Die Zeiten sind hart – nicht nur für die Bahnmitarbeiter, sondern auch für die Fahrgäste. Die Frage bleibt: Wie können wir alle sicherer reisen? Irgendwie fühlt es sich an, als müsste man nicht nur auf seinen Fahrschein, sondern auch auf seine Sicherheit achten. Eine traurige Realität für alle, die täglich in die S-Bahn steigen.