Am 6. Mai 2026, um 18:27 Uhr, ging ein Aufschrei durch den Stadtteil Berg am Laim in München. Auf der Hermann-Weinhauser-Straße hatte sich eine Ente mit ihren Küken auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses niedergelassen. Was für ein friedliches Bild, könnte man meinen, doch die Situation war alles andere als harmlos. Die Familie beschloss plötzlich, ihr Nest zu verlassen und begab sich, mutig oder vielleicht etwas naiv, auf einen gefährlichen Weg in Richtung Straße. Ein echtes Drama kündigte sich an!
Rund 30 besorgte Anwohner hatten sich bereits versammelt, als die Feuerwehr alarmiert wurde. Sie schnappten sich Decken in der Hoffnung, die kleinen Küken aufzufangen, die wie kleine Federbälle vom Dach plumpsten. Es war ein Bild für die Götter! Einige Nachbarn hatten sogar Mehlwürmer und Entenfutter bereitgestellt, um die Tiere zu beruhigen. Man könnte sagen, sie waren auf alles vorbereitet. Aber die Frage blieb: Würde es gelingen, die Entenfamilie zu retten?
Ein heldenhafter Einsatz der Feuerwehr
Nachdem das Kleinalarmfahrzeug der Feuerwehr eintraf, übernahmen die Einsatzkräfte die bereits geretteten Küken und die Mutterente. Das Herz blieb kurz stehen, als die verbleibenden Küken sich noch immer auf dem Dach versteckten. Doch mit etwas Geschick und der Mutterente als Lockvogel gelang es den Feuerwehrleuten schließlich, auch die letzten kleinen Enten einzufangen. Alle Tiere wurden in Sicherheit gebracht! Ein echter Erfolg, der nur durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Anwohnern und der Feuerwehr möglich war.
Die gesamte Entenfamilie wurde schließlich am Eisbach im Englischen Garten freigelassen. Ein schöner Abschluss für einen aufregenden Tag! Die Tiere sprangen ins Wasser und schnatterten vor Freude – ein Bild, das man nicht so schnell vergisst.
Tierrettung: Eine wichtige Aufgabe der Feuerwehr
Was viele vielleicht nicht wissen: Tierrettung gehört zu den zentralen Aufgaben der Feuerwehr. Von Pferden, die im Graben stecken, bis hin zu Katzen, die sich in Bäume verirren – die Einsatzkräfte stehen bereit, um in Notlagen zu helfen. Feuerwehrfrau Theresa Balzer hat es treffend formuliert: „Ruft die Feuerwehr nur bei unmittelbarer Gefahr für das Tier!“ Ein guter Hinweis, denn oft können Katzen selbstständig wieder herunterkommen. In Bayern sind viele Tierrettungseinsätze sogar kostenfrei, wenn es um das Wohl des Tieres geht. Das ist doch mal eine gute Nachricht!
Die Zahl der Einsätze mit Großtieren hat in den letzten Jahren zugenommen. Um bestens vorbereitet zu sein, trainiert die Feuerwehr mit speziellen Dummys für solche Rettungsaktionen. Und während die Freiwilligen Feuerwehren auf engagierten Nachwuchs angewiesen sind, dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig diese Einsätze für die Sicherheit der Tiere und die Öffentlichkeit sind. Es ist beruhigend zu wissen, dass in München Menschen bereit sind, alles für die Rettung einer Entenfamilie zu tun.