Kickerherz schlägt hoch: TSV Kastl triumphiert in der Lerchenau
Der Fußballplatz in der Lerchenau war am letzten Spieltag ein Ort des Geschehens, als der TSV Kastl den ESV Freilassing besuchte. Mit einem klaren 0:2 verabschiedeten sich die Gäste in die wohlverdiente Heimreise, während die rund 550 Zuschauer ein spannendes Spiel erlebten. Die Stimmung war heiter, die Fans jubelten bei jedem Schuss auf das Tor, und es war zu spüren, dass alle mit Herzblut dabei waren.
In der ersten Halbzeit zeigte der TSV Kastl, unter der Leitung von Trainer Martin Göppinger, gleich zu Beginn, wo der Hammer hängt. Alexander Fuchshuber eröffnete die Torjägerliste in der 14. Minute mit einem prächtigen Treffer. Nur zehn Minuten später war es Samuel Stutz, der die Führung mit seinem Tor in der 24. Minute auf 2:0 ausbaute. Der ESV Freilassing, trainiert von Goran Roksandic, hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden und die Abwehr der Kastler stand wie ein Fels in der Brandung.
Ein Blick auf die Aufstellungen
Die Aufstellung des ESV Freilassing sah vielversprechend aus. Spieler wie Matej Markovic und Georg Wieser waren für die Defensive verantwortlich, während Raul Miclos, der in der 52. Minute durch Markus Prechtl ersetzt wurde, versuchte, das Spiel zu beleben. Doch die Angriffe blieben oft harmlos und die Chancen wurden nicht genutzt. Ein bisschen Pech war sicher auch dabei, aber das reicht nicht, um gegen einen soliden Gegner wie Kastl zu gewinnen.
Auf der anderen Seite glänzten die Spieler des TSV Kastl. Andreas Peller hielt den Kasten sauber, während Manuel Kellermann, der bis zur 88. Minute durch Lukas Auberger ersetzt wurde, eine starke Leistung zeigte. Und nicht zu vergessen: Michael Renner, der sich immer wieder in die Offensive einschaltete und für Verwirrung in der Abwehr der Freilassinger sorgte.
Nachwuchs und Zukunft des Fußballs
Fußball ist Leidenschaft, das wissen wir alle. Doch es gibt auch Schattenseiten. Eine Umfrage, die zwischen dem 12. und 18. Januar 2022 durchgeführt wurde, zeigt, dass 85 Prozent der Befragten Angst um den Rückgang der Jugendspielerinnen haben. Das Engagement des DFB wird von vielen als unzureichend empfunden. Insbesondere im Kinderfußball gibt es Defizite, die dringend angegangen werden müssen, um den Spaß am Spiel zu bewahren und die Kleinsten für die Zukunft zu begeistern.
Die Sorge um die Anzahl der Schiedsrichterinnen und Ehrenamtlichen ist ebenfalls präsent. 80 Prozent der Teilnehmer befürchten, dass sich weniger Menschen für die Trainerinnen- und Betreuerpositionen interessieren werden. Das sollte uns alle zum Nachdenken anregen, denn die Zukunft des Fußballs hängt nicht nur von den Profis ab, sondern vor allem von den kleinen Kickerinnen, die schon jetzt auf den Bolzplätzen trainieren.
Der Kick in der Lerchenau war nur ein weiterer Schritt in einer langen Saison. Während die TSV Kastler mit einem Sieg nach Hause fahren, bleibt zu hoffen, dass auch in der breiten Basis des Amateurfußballs die Begeisterung fürs Spiel erhalten bleibt. Und dass wir weiterhin Spiele sehen, die uns mitreißen und berühren – wie das letzte hier in München.
