Die Aufregung in Feldmoching-Hasenbergl ist groß! Nach einer gefühlten Ewigkeit von zehn Jahren Planung geht’s nun endlich los. Am S-Bahnhof Feldmoching wird ein Bauprojekt realisiert, das die Gesichter des Stadtteils nachhaltig verändern könnte. Auf einer ehemaligen Brachfläche am „Langen Land“ entstehen 925 neue Wohnungen – das klingt nach einer Menge, oder? Platz für rund 2000 künftige Bewohner ist also in Sicht, und das lässt die Herzen vieler Interessierter höherschlagen.

Das Grundstück, das von der CA Immo an die Empira Group verkauft wurde, soll nicht nur Wohnraum schaffen. Ein Drittel der neuen Wohnungen wird gefördert, während 70 Prozent frei finanziert sind. Das könnte eine spannende Mischung für unterschiedliche Bevölkerungsschichten bieten. Die Rodungsarbeiten im Norden haben im Februar schon begonnen, und bald steht auch die Kampfmittelsondierung an. Wer hätte gedacht, dass eine Baustelle so viele Geheimnisse birgt?

Infrastruktur und Anwohner-Sorgen

Die Anwohner sind allerdings nicht nur begeistert. Manche äußern Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation und der Verkehrsbelastung durch das neue Quartier. Zu Recht, denn die Ratoldstraße soll im Zuge des Projekts verbreitert werden, um Platz für Fuß- und Radwege sowie dringend benötigte Parkplätze zu schaffen. Zudem bleibt der Lebensmittel-Discounter am Bahnhof bestehen, was für viele ein kleiner Lichtblick ist. Fünf bis sechs Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Wohnhäuser könnten außerdem für ein bisschen Leben auf der Straße sorgen.

Das geplante Quartier bringt auch einige grüne Aspekte mit sich. Die Infrastruktur sieht grüne Innenhöfe, Dachterrassen und verkehrsberuhigte Bereiche vor. Und um die Lärmbelastung zu reduzieren, wird eine Lärmschutzwand errichtet – keine monotone Mauer, sondern kreativ gestaltet mit strukturierten Betonelementen und Holzlatten. Das klingt fast nach einem kleinen Kunstwerk!

Die Wohnungsnot in Deutschland

Aber während hier in München neue Wohnungen gebaut werden, ist die Situation bundesweit eher angespannt. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Verbändebündnisses „Soziales Wohnen“ fehlen in Deutschland gut 550.000 Wohnungen – das ist eine beachtliche Zahl! Die hohe Zuwanderung der letzten Jahre hat den Wohnraumbedarf stark steigen lassen, während gleichzeitig die Bautätigkeit nicht mit dieser Nachfrage Schritt halten kann. In Großstädten wie München ist die Mietbelastung enorm. Im Jahr 2023 lag die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 20,59 Euro – das ist kein Pappenstiel!

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Die Mietpreise sind zwischen 2010 und 2022 um fast 70% gestiegen. Die Lage ist angespannt: Rund 52% der Menschen in Deutschland leben zur Miete. Das bedeutet, dass viele Haushalte einen erheblichen Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden müssen. In Großstädten stehen zudem viele Wohnungen leer, während gleichzeitig ein akuter Mangel an Wohnraum herrscht – das ist paradox, oder? In München könnte das neue Projekt am S-Bahnhof Feldmoching vielleicht ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, um dieses Ungleichgewicht ein wenig auszugleichen.

So wird es spannend sein zu beobachten, wie sich das neue Quartier entwickeln wird und ob es die Bedürfnisse der Anwohner und der zukünftigen Mieter erfüllen kann. Eines ist sicher: Die nächsten Jahre in Feldmoching-Hasenbergl werden alles andere als langweilig!