Heute ist der 27.05.2026 und während die Sonne über Hadern strahlt, sitzt so mancher in seinem Wohnzimmer und starrt auf einen Bildschirm. Die digitale Welt ist verlockend und vor allem für unsere Kids eine ständige Versuchung. Aber was ist das eigentlich für eine Welt, in der Kinder im Schnitt mehr als 5 Stunden täglich ihre Zeit mit digitalen Medien verbringen? Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hat sich diesem Thema angenommen und bietet unter anderem Tipps für eine bildschirmfreie Familienzeit an. Die Frage ist: Wie können wir die Bindung innerhalb der Familie stärken und gleichzeitig die Bildschirmnutzung reduzieren?

Die Kinder empfinden es häufig als richtig unfair, wenn ihre Medienzeit abläuft, während die Eltern noch fröhlich online sind. Wie oft haben wir uns schon dabei ertappt, dass wir abends einfach nur noch scrollen? Laura Benyoub-Müller, Kinder- und Jugendärztin, hat einen klaren Rat: weniger Langeweile sorgt für weniger Smartphone-Nutzung. Und genau hier setzen die Vorschläge des BIÖG an. Bildschirmfreie Aktivitäten sind gefragt!

Vorschläge für gemeinsame Erlebnisse

Acht kreative Möglichkeiten, die Zeit ohne Bildschirme zu füllen, wären da:

  1. Ein Medientagebuch führen – das klingt vielleicht etwas trocken, hilft aber, die eigene Mediennutzung zu reflektieren.
  2. Ein gemeinsamer Spieleabend kann Wunder wirken! Brett- und Kartenspiele bringen die ganze Familie zusammen.
  3. Kochen mit allen Mitgliedern, wobei jeder für einen Gang zuständig ist, macht nicht nur hungrig, sondern fördert auch Teamgeist.
  4. Pflanzen aussäen und pflegen – jeder übernimmt Verantwortung für seine Pflanze, das kann richtig Spaß machen.
  5. Ein Fotoshooting mit Verkleidungen nach Mottos? Warum nicht! Anschließend ein Album erstellen, das die besten Momente festhält.
  6. Ausmisten und aufräumen, ja das klingt jetzt nicht so spannend, aber es kann befreiend sein, und die Kinderzimmer sind oft der perfekte Startpunkt.
  7. Familienstammbaum erstellen und kreativ gestalten – das weckt oft überraschend viel Interesse!
  8. Und last but not least: Futterhäuschen für Vögel oder Insektenhotels bauen! Das bringt nicht nur Freude, sondern auch ein Stück Natur in den Garten oder auf den Balkon.

Die WHO empfiehlt für Kinder bis fünf Jahre maximal eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag. Unglaublich, aber Fünfjährige nutzen Bildschirme teilweise bis zu 6 Stunden täglich! Um dem entgegenzuwirken, kann die 3-6-9-12-Regel helfen: kein Smartphone vor drei Jahren, keine Spielkonsolen vor sechs, kein Internet vor neun und kein eigenes Smartphone vor zwölf. Der gesunde Umgang mit Medien beginnt schon früh und wird durch das Verhalten der Eltern stark geprägt. Wenn wir selbst ständig am Handy sind, ist das kein gutes Vorbild für unsere Kinder.

Aktivitäten für drinnen und draußen

Doch was gibt es eigentlich für Alternativen, um die Kids von den Bildschirmen wegzulocken? Drinnen kann man wunderbar Brettspiele spielen, basteln, gemeinsam kochen oder einfach mal in ein Buch eintauchen. Draußen warten Abenteuer! Ob Naturausflüge, Radfahren oder Gärtnern – die Möglichkeiten sind endlos. Auch in der Gruppe gibt es viele Angebote wie Kampfsport oder Tanzen, die Bewegung und Gemeinschaftserlebnisse kombinieren.

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Eine gute Idee ist es, gemeinsame Regeln zur Bildschirmnutzung aufzustellen. So könnte man beim Essen die Geräte beiseitelegen, eine Stunde vor dem Schlafen keine Bildschirme mehr nutzen und erst Hausaufgaben und Bewegung erledigen, bevor es in die digitale Freizeit geht. Offene Gespräche über die Mediennutzung fördern das Bewusstsein und helfen, einen verantwortungsvollen Umgang zu entwickeln.

Die Balance zwischen digitaler und offline Zeit ist wichtig. Es ist nicht nur entscheidend, was die Kinder tun, sondern auch, wie wir als Eltern ihnen das vorleben. Eine kreative, bildschirmfreie Familienzeit kann nicht nur die Bindung stärken, sondern auch zu einer gesünderen Entwicklung beitragen. Also, auf ins Abenteuer!