1200 Jahre St. Ulrich: Ein Fest der Geschichte und Gemeinschaft in Hohenbachern
Die kleine, aber stolze Kirche St. Ulrich in Hohenbachern feierte vor kurzem ein ganz besonderes Jubiläum: Unglaubliche 1200 Jahre! Ja, richtig gelesen. Mit einem Fest, das in der Pfarrei seinesgleichen sucht, wurde der Geschichte dieser ehrwürdigen Kirche gehuldigt. Urkundlich erwähnt wurde sie erstmals im Jahr 826 – eine Zahl, die für viele von uns kaum vorstellbar scheint.
Die Feierlichkeiten starteten mit einem historischen Abend, der die zahlreichen Besucher in die Vergangenheit entführte. Drei Referenten, die allesamt Experten auf ihrem Gebiet sind, sprachen über die Lebensrealitäten im Jahr 826. Dr. Andreas Schmidt vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv gab spannende Einblicke in die Politik und das tägliche Leben in Freising und Bayern. Weihbischof em. Dr. Bernhard Haßlberger beleuchtete die kirchliche Situation, während Landtagsabgeordneter Benno Zierer uns mit der Landwirtschaft jener Zeit bekannt machte. Es war fast so, als hätte man einen Blick durch ein Zeitfenster geworfen!
Feierlichkeiten im Freien
Am darauffolgenden Sonntag wurde es dann richtig festlich! Im Freien vor der Kirche entstand ein Altar samt Sitzbänken, und der Festgottesdienst wurde von Weihbischof Wolfgang Bischof zelebriert. Unterstützt wurde er von Stadtpfarrer Daniel Reichel und dem Ortsgeistlichen Prof. Dr. Bertram Stubenrauch, der den Schlusssegen sprach. Es war ein rührender Moment, der die Herzen der Anwesenden berührte.
Nach dem Gottesdienst lud die Familie Ertl zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hof ein. Die Oberbürgermeisterin Monika Schwind und der stellvertretende Landrat Franz Heilmeier waren ebenfalls vor Ort und gratulierten herzlich zum Jubiläum. Ein echter Schmaus für alle, denn das Essen und die Atmosphäre waren einfach toll!
Ein ganz besonderer Moment war die Anlieferung der neuen Ortschronik Hohenbachern durch Ludwig Ertl, der in einem Schlüter-Oldtimer vorfuhr. Und die Kinder? Die durften ihren kreativen Ausdruck finden und den „1200“-Schriftzug mit bunten Handabdrücken verzieren – ein schöner Anblick! Stadtführer Robert Forster gab Führungen durch das Kirchengebäude, während Organist Tobias Rottmann mit Kostproben der neuen Orgel für musikalische Highlights sorgte. Ein speziell für das Jubiläum abgefüllter Wein vom Wachauer Weingut Freisingerhof war so gefragt, dass er schnell ausverkauft war. Wer hätte das gedacht?
Ein Blick in die Geschichte
Die Geschichte der Kirche St. Ulrich ist tief verwurzelt in der altbayerischen Kirchengeschichte, die bis zu den ersten Bischöfen von Freising zurückreicht. Ein Artikel von Franz von Paula Hoheneicher beleuchtet die Chroniken und die Entwicklung des Bistums, während Martin von Deutinger in seinen Werken die Bischöfe von Freising und deren Bedeutung für die Region beschreibt. Diese Quellen sind nicht nur für Historiker von Interesse, sondern geben auch allen Interessierten einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der Kirche und der Region.
So bleibt zu hoffen, dass die Kirche St. Ulrich noch viele Jahrhunderte überdauern wird, und dass die Erinnerungen an dieses große Jubiläum in den Herzen der Menschen lebendig bleiben. Auf die nächsten 1200 Jahre!
