Die Sportlandschaft in München erhält frischen Wind: Der Bundestag hat beschlossen, kräftig in die Sanierung von Sportstätten zu investieren. Im Rahmen des Programms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ fließen insgesamt 333 Millionen Euro in die Modernisierung und den Erhalt der Infrastruktur – ein wahrer Segen für die Sportvereine und die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.
Für München bedeutet dies konkret, dass 3,6 Millionen Euro für vier wichtige Projekte bereitgestellt werden. Unter den Fördermitteln finden sich 550.000 Euro für die Sanierung der Kunstrasenplätze an der Lerchenauer Straße, 680.917 Euro für die Bezirkssportanlage Bert-Brecht-Allee, 1,84 Millionen Euro für den MTV 1879 München, wo unter anderem eine Erweiterung geplant ist, sowie 550.000 Euro für die Freisportanlagen an der Aubinger Straße. Doch nicht alle Anträge konnten berücksichtigt werden, was zeigt, wie groß der Bedarf an Sanierungen in der Stadt ist.
Ein umfassendes Förderprogramm
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen erklärt, dass im Wirtschaftsplänen 2025 und 2026 insgesamt 916 Millionen Euro für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eingeplant sind. Diese Mittel sind nicht nur für die Sanierung von Sportanlagen gedacht, sondern können auch für Investitionen in die Sportinfrastruktur der Länder verwendet werden. Besonders hervorzuheben ist die zusätzliche Förderrunde für Schwimmbäder, die im Wirtschaftsplan 2026 mit 250 Millionen Euro ausgestattet ist.
Das Programm zielt darauf ab, Städten und Gemeinden bei der Sanierung und Modernisierung von Sportstätten unter die Arme zu greifen. In dieser Legislaturperiode sollen bis zu einer Milliarde Euro bereitgestellt werden, um alte Sportanlagen in moderne, barrierefreie und zukunftsfähige Orte zu verwandeln. Die erste Förderphase startet mit dem aktuellen Projektaufruf, der eine umfassende bauliche Sanierung von öffentlich zugänglichen Sporthallen sowie Hallen- und Freibädern ermöglicht. Dabei liegt der Fokus auf der energetischen Sanierung der Gebäude, die nach der Fertigstellung bestimmte energetische Standards erfüllen müssen.
Ein Schritt in die Zukunft
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Programms ist die Nachhaltigkeit. Die Sanierung von Sportfreianlagen, insbesondere die Umwandlung oder Sanierung von Kunstrasenplätzen, wird besonders gefördert. Städte, Gemeinden und Landkreise, die Eigentümer der Einrichtungen sind, können bis zum 15. Januar 2026 Projektskizzen digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einreichen. Die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgt durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.
Insgesamt zeigt sich: München hat die Chance, seine Sportstätten nicht nur zu sanieren, sondern auch zukunftsfähig zu gestalten. Das Engagement der Bundesregierung in der Sportinfrastruktur ist ein Schritt in die richtige Richtung und wird dazu beitragen, dass auch kommende Generationen in modernen und sicheren Sportstätten aktiv sein können. Der Ball liegt nun bei den Verantwortlichen der Stadt, die Fördermittel sinnvoll einzusetzen und die Projekte zügig umzusetzen.