Sommerliche Abschiede und gastronomische Geschichten: Augsburg im Wandel
Heute ist der 5.07.2026 und der Königsplatz in Augsburg zeigt sich in seiner vollen Sommerpracht. Die Tannen, die während der letzten Monate die Sommernächte verzauberten, wurden abtransportiert. Ein Abschied, den viele hier spüren – nicht nur wegen der Bäume, sondern auch wegen der Erinnerungen an den Christkindlesmarkt, der bald wiederkehrt. Die Stadt ist ständig im Wandel, und manchmal fühlt es sich an, als würde die Zeit schneller vergehen als der Hochsommer selbst.
In dieser lebhaften Stadt gibt es immer Geschichten zu erzählen. So etwa die von Anne Kuhbier, der Inhaberin des Tölzer Kasladens in Augsburg. Nach einem heißen Wochenende fand sie ihre Kühlschränke ausgefallen vor. Das Resultat? Alle Lebensmittel, insbesondere der Käse, waren verdorben! Ein Albtraum für jeden Gastronom. Der Kasladen musste für zwei Tage schließen, um frische Ware zu bestellen. Doch Anne ließ ihre Kunden nicht im Dunkeln tappen. Über soziale Medien und einen Aushang an der Tür hielt sie sie auf dem Laufenden. Und jetzt, wo der Laden wieder geöffnet hat, strömen die Kunden, um die frischen Produkte zu genießen. Ein bisschen wie beim ersten Biss in einen saftigen Apfel – einfach erfrischend!
Schicksalsschläge in der Gastronomie
Die Gastronomie in Augsburg hat jedoch nicht nur mit erfreulichen Nachrichten zu kämpfen. Im Dezember 2025 waren viele Traditionsbetriebe betroffen. Ein trauriger Punkt in dieser Geschichte ist die endgültige Schließung des Eiswerk54 im Kaffeegäßchen. Inhaberin Denisa hatte es nicht leicht, nachdem ihre Geschäftspartnerin aus gesundheitlichen Gründen ausstieg. Eine Vereinbarung mit dem Vermieter über einen Nachmieter scheiterte, und so wird die Ladenfläche ab Februar 2026 an Bob’s vermietet. Ein Verlust für die Kaffeekultur der Stadt!
Ähnliches gilt für das ANNA-Café, das nach 20 Jahren seine Pforten schloss. Der Pachtvertrag lief zum 31. Dezember aus, und trotz der Pläne von Gastronom Michael Hingerl für einen Nachfolger, platzte der Deal. Hingerl hat nun einen neuen Weg eingeschlagen und arbeitet als Küchenleiter an der Montessori-Schule – ein ganz neuer Abschnitt in seinem Leben.
Ein bisschen skurril, ein bisschen nostalgisch
Doch nicht nur die Schließungen sind ein Thema. Eine Leserin erinnerte sich kürzlich an eine amüsante Begebenheit in einem anderen Lokal, dem Riegele WirtsHaus. Sie sprach von einer Herren-Toilette mit einem Baum. Der Wirt erklärte ihr, dass Männer gerne an Bäume pinkeln. Das sorgt natürlich für Schmunzeln und lässt einen die Eigenheiten der Gastronomie in Augsburg noch einmal anders betrachten. Der Baum auf der Herren-Toilette existiert übrigens weiterhin – ein skurriles Gesprächsthema für die Herren!
Die Bar Blaue Kappe schloss Ende 2025 nach acht Jahren. Gastronom Christoph Steinle, der hinter dieser Bar steckte, bleibt jedoch der Augsburger Barszene treu und eröffnet neue Projekte wie die Bar Oh Boi und Oh Coffee. Das gibt Hoffnung!
Und während wir uns von all den Veränderungen in der Stadt verabschieden, gibt es auch traurige Nachrichten: Das Café Eber wird Ende März 2026 schließen, nach einem 100-jährigen Jubiläum. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind einfach zu groß geworden. Es ist doch komisch, wie schnell sich die Dinge ändern können. Irgendwie fühlt man sich, als würde die Zeit uns alle überholen.
