Heute ist der 22.04.2026 und die Münchner Feuerwehr hat im Jahr 2025 ein Rekordjahr erlebt. Mit 107.100 Einsätzen verzeichnete sie einen neuen Höchststand, was einem Anstieg von rund 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Solch eine Zahl zeugt nicht nur von der Einsatzfreudigkeit der Feuerwehr, sondern auch von den Herausforderungen, die die Stadt München zu bewältigen hat.
Besonders tragisch war der Einsatz am 13. Februar, als ein Auto in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Ver.di raste. Bei diesem Vorfall wurden 44 Menschen verletzt, darunter auch eine 37-jährige Mutter und ihre zweijährige Tochter, die ihr Leben verloren. Ein weiteres schweres Ereignis war der Brand in einem Einfamilienhaus in der Lerchenau am 1. Oktober, bei dem es zu mehreren Explosionen kam. Rund 80 Anwohner mussten evakuiert werden, und zwei Menschen wurden schwer verletzt, als sie aufgrund von Sprengfallen gerettet werden mussten. Insgesamt waren etwa 160 Einsatzkräfte in diesem Gefahrenbereich tätig, während das Gebäude vollständig ausbrannte.
Herausforderungen und Fortschritte
Die Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller hob die Lernprozesse im Einsatzdienst und in der Ausbildung hervor, während Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble die Bedeutung der Feuerwehrarbeit für die Sicherheit der Bevölkerung betonte. 2025 wurde in Deutschland erstmals eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Betriebsassistenten und Disponenten einer Integrierten Leitstelle eingeführt. Außerdem beginnt die Feuerwehr München am 1. September 2025 mit der Ausbildung zum Brandmeister, die eine handwerkliche Grundausbildung umfasst.
Ein weiterer bemerkenswerter Schritt in der inklusiven Brandschutzerziehung war die Schulung von 47 hörbeeinträchtigten und gehörlosen Menschen. Diese Maßnahmen zeigen, dass die Feuerwehr München nicht nur auf die aktuellen Herausforderungen reagiert, sondern auch proaktiv in der Ausbildung ihrer Kräfte und in der Einbindung aller Bürger agiert.
Modernisierung und Innovation
Im Rahmen ihrer fortlaufenden Modernisierung wurde die neue Feuerwache 5 in Ramersdorf während des laufenden Wachbetriebs erbaut und feierlich eingeweiht. Zudem testet die Feuerwehr München ein automatisiertes Drohnensystem im Rahmen eines Pilotprojekts. Die Einführung eines neuen Erscheinungsbildes mit Schriftzug, Münchner Kindl und Rauten unterstreicht den modernen Ansatz der Feuerwehr, während das Projekt Blitz schlagkräftige Erstmaßnahmen bei Bränden und technischen Hilfeleistungen erprobt.
Mit insgesamt 1.700 Beamten, 142 Auszubildenden und 374 weiteren Mitarbeitern aus Verwaltung, Technik und IT stellt die Feuerwehr München eine wichtige Säule der städtischen Sicherheit dar. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, wie sehr die Feuerwehr in die Zukunft investiert und sich den neuen Herausforderungen stellt.