In der letzten Ausgabe von „Hart aber fair“ hat Patrice Aminati, eine bemerkenswerte 31-Jährige, die Zuschauer mit ihrer bewegenden Geschichte und ihrem leidenschaftlichen Einsatz für die Früherkennung und Vorsorge gegen Hautkrebs berührt. Als selbst Betroffene – sie kämpft gegen schwarzen Hautkrebs, der bereits metastasiert ist – hat Aminati ihre Erkrankung als unheilbar beschrieben, doch sie gibt nicht auf. Ihre Botschaft: Auch wenn für sie die Vorsorge zu spät kommt, möchte sie anderen helfen, rechtzeitig aufmerksam zu werden. Ein Leberfleck, der während ihrer Schwangerschaft größer wurde, hat ihr Leben auf den Kopf gestellt, und nun kämpft sie nicht nur für sich, sondern für viele, die in Deutschland an Hautkrebs leiden.
Im Gespräch am 4. Mai 2026 schilderte Aminati, wie die Krankheit sich wie ein „unsichtbarer Feind“ ausbreitet – wie der Eisberg, dessen gefährlicher Teil unter der Oberfläche verborgen bleibt. Ihre eindringlichen Worte, dass Prävention nicht nur Leben retten, sondern auch Kosten sparen kann, hallen nach. Denn jährlich erkranken in Deutschland rund 300.000 Menschen an hellem Hautkrebs und etwa 23.000 an schwarzem Hautkrebs. Die Notwendigkeit von regelmäßigen Hautscreenings wird immer deutlicher. Diese können entscheidend zur Früherkennung beitragen.
Der Kampf gegen Hautkrebs
Aminati hat in den letzten drei Jahren unzählige Krankenhausaufenthalte hinter sich und ist auf teure Therapien wie Immuntherapie angewiesen. Sie hat über Schmerzen gelitten, doch sie sieht einen positiven Aspekt: Offen über ihre Erkrankung zu sprechen, gibt ihr Kraft. Die Immuntherapie hat die Behandlung des malignen Melanoms revolutioniert und könnte auch für andere Betroffene eine Perspektive bieten. Bei Aminati war sie ein Lichtblick – sie möchte anderen Mut machen, dass es trotz schwerer Erkrankung möglich ist, berufstätig und Mutter zu sein.
Die Diagnoseverfahren sind entscheidend, wenn es um Hautkrebs geht. Von der klinischen Untersuchung über die Dermatoskopie bis hin zur Hautbiopsie – all diese Maßnahmen sollten ernst genommen werden. Bei schwarzem Hautkrebs kann sogar eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie notwendig sein. Das zeigt, wie wichtig es ist, auf Veränderungen der Haut zu achten und rechtzeitig zu handeln. Es ist wie bei einem guten alten Sprichwort: „Lieber einmal zu viel zum Arzt, als einmal zu wenig.“
Aufklärung ist alles
In einem Instagram-Beitrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt sprach Aminati im Februar 2026 mit Bundesministerin Dorothee Bär über die Bedeutung von Aufklärung und Prävention. Der Austausch über ihre Erfahrungen könnte viele ermutigen, sich mit dem Thema Hautkrebs auseinanderzusetzen und rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Durch Programme wie das „Leitlinienprogramm Onkologie“ und die S3-Leitlinien zur Prävention von Hautkrebs wird ein Weg aufgezeigt, wie man sich schützen kann. Die kostenlose Patientenleitlinie zur Hautkrebsprävention, die auf den Seiten des Gemeinsamen Bundesausschusses verfügbar ist, könnte für viele eine wichtige Informationsquelle sein.
Aminati möchte, dass der „unsichtbare Feind“ nicht länger im Verborgenen bleibt. Sie spricht über die Risiken und zeigt, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten. Denn Hautkrebs ist nicht nur eine medizinische Herausforderung, sondern auch eine gesellschaftliche. Die Generation, die jetzt heranwächst, sollte nicht nur informiert, sondern auch sensibilisiert werden. Mit ihrem Engagement gibt sie vielen die Hoffnung, dass sie nicht allein sind in ihrem Kampf gegen diese tückische Krankheit.
Wenn wir Aminati zuhören, wird deutlich: Es ist nie zu spät, um für das eigene Leben zu kämpfen und andere mit auf die Reise zu nehmen. Sie hat lange gelitten, aber ihre Geschichte ist ein Aufruf zur Wachsamkeit und zur Solidarität. Denn am Ende geht es um mehr als nur um Zahlen – es geht um Menschen, um Leben und um Hoffnung.