Heute ist der 7.07.2026, und in Milbertshofen ist die Luft zum Schneiden dick von Vorfreude und einem Hauch von Nostalgie. Die Sex Pistols, die Ikonen des Punk, haben sich wieder zusammengefunden und stehen auf der Bühne des Tollwood-Festivals. Es ist ein bedeutendes Event, das nicht nur die alten Hasen der Punk-Szene zusammenbringt, sondern auch eine Hommage an 50 Jahre Punkgeschichte darstellt. Man kann sich das Getümmel und das Geschrei der Fans fast schon vorstellen, während sie auf ihren Platz warten!

Am Konzertabend selbst, das um 19 Uhr beginnt, strömen die Leute in die Musik-Arena. Der Einlass startete bereits um 18 Uhr, und die Vorfreude ist greifbar. Das Publikum ist bunt gemischt – von alten Punkrockern, die die Zeit mit „God Save the Queen“ auf den Lippen herbeigesehnt haben, bis hin zu jüngeren Fans, die sich die Band als Teil ihrer musikalischen Erziehung angeeignet haben. So viele Geschichten, die in der Luft liegen!

Ein neues Kapitel mit Frank Carter

Die Bandmitglieder Steve Jones, Glen Matlock und Paul Cook sind mittlerweile um die 70 Jahre alt, aber das hält sie nicht davon ab, die Bühne zu rocken. Frank Carter, der neue Sänger, hat die Rolle von Johnny Rotten (John Lydon) übernommen. Der Streit zwischen Rotten und den Rest-Pistols ist bekannt, und Carter bringt mit seinen 42 Jahren eine frische Energie mit, die das Publikum sofort mitreißt. Er interagiert aktiv mit den Fans, als wäre er schon immer ein Teil der Band gewesen. Man merkt einfach: Der Mann hat Feuer!

Das Setlist ist eine goldene Mischung aus Klassikern. Songs wie „My Way“, „Problems“, „No Fun“ und natürlich „God Save the Queen“ bringen alle zum Mitgrölen. Die Stimmung ist elektrisierend, und die alten Erinnerungen fliegen durch die Köpfe der Zuhörer. Und auch wenn das Konzert nur eine Stunde dauert und es keine Zugaben gibt – wer braucht schon große Verbeugungen, wenn die Musik für sich spricht?

The Damned als Vorgruppe

Besonders erwähnenswert ist der Auftritt von „The Damned“, die das Konzert eröffnen. Diese Band veröffentlichte 1976 die erste Punk-Single und gilt als Wegbereiter des Genres. Dave Vanian, der Frontmann, hat einen ganz anderen Stil als Carter, doch diese Diversität sorgt für einen spannenden Auftakt. Man kann förmlich spüren, wie die verschiedenen Stile miteinander verschmelzen und das Publikum in einen Rausch versetzen.

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Die Sex Pistols sind nicht nur eine Band, sie sind ein Teil der Musikgeschichte. Ihr Studioalbum „Never Mind the Bollocks“ hat die Punk-Bewegung in den 70ern geprägt und viele nachfolgende Musiker inspiriert. 2006 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Doch nach mehreren Reunion-Tourneen war es eine Zeit lang ruhig um sie, bis sie 2024 bei einem Benefizkonzert in London zurückkehrten. Nun, hier in München, wird eine neue Ära eingeläutet.

Tickets und Anreise

Wer sich die Show nicht entgehen lassen möchte, kann noch Tickets für 78,80 Euro erwerben. Die Anreise ist dank der guten Verkehrsanbindung ein Kinderspiel. Haltestellen wie Infanteriestraße und Leonrodplatz sind nur einen kurzen Fußweg entfernt. Egal, ob mit MetroBus, Tram oder Stadtbus – der Weg zum Festival ist gut ausgeschildert. Der Haupteingang am Olympiaberg ist direkt mit dem Stadtbus zu erreichen. Für die, die mit der U-Bahn kommen: Die U-Bahn-Linien U2, U3 und U8 bringen dich bis Scheidplatz.

Der Abend im Tollwood verspricht, ein unvergessliches Erlebnis zu werden – eine Zeitreise durch die Punkgeschichte, die Generationen verbindet. Und während die letzten Akkorde verklingen, bleibt die Frage: Wo wird die Reise der Sex Pistols als Nächstes hingehen?