München feiert 868 Jahre: Ein Fest der Geschichte und der Brezn
Heute ist der 13.06.2026 und die Vorfreude in München ist förmlich greifbar! Am kommenden Wochenende, dem 13. und 14. Juni, wird die Stadt ihren 868. Geburtstag gebührend feiern. Ein wahres Fest für alle Geschichtsliebhaber und Neugierigen! Am Marienplatz, nahe dem berühmten Kaufhaus Beck, findet das Stadtgründungsfest statt – ein Event, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Inmitten von Live-Musik, Tanz und einem Handwerkerdorf wird ein spannendes Quiz zur Stadtgeschichte angeboten. Dieses Quiz, das als knifflig gilt, wird von drei leidenschaftlichen Hobbystadthistorikern betreut: Rudi Hartbrunner, Roland Krack und Gerhard Willhalm. Diese Herren wissen, wovon sie reden. Hartbrunner, der seit 35 Jahren Stadtführungen durchführt und 15 Bücher zur Stadtgeschichte veröffentlicht hat, ist eine wahre Koryphäe. Krack hat 2002 den Verein für Stadtteilkultur im Münchner Nordosten gegründet und Willhalm ist bekannt für seine Webseite „Das Münchner Straßenverzeichnis“, die sowohl aktuelle als auch historische Straßennamen erklärt.
Ein Blick in die Vergangenheit
Aber was ist die Geschichte Münchens eigentlich? Sie beginnt offiziell mit dem Augsburger Schied von 1158, unterzeichnet von Kaiser Barbarossa, der als eine Art „Geburtsurkunde“ für die Stadt gilt. Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit wurde damals ein Streit zwischen Otto, dem Bischof von Freising, und Heinrich, Herzog von Bayern und Sachsen, beigelegt. Es ging um den Markt bei Föhring und um München selbst. Die Entscheidung wurde in Anwesenheit von Fürsten getroffen, um zukünftige Spannungen zu vermeiden – ganz im Sinne des Friedens der Kirchen und der Ruhe der Zeiten. Eine Vereinbarung, die für alle Zeiten unerschütterlich gelten sollte.
Das Dokument, das den Augsburger Schied festhielt, war nicht nur ein Schriftstück. Es wurde mit einem Siegel versehen und von Zeugen wie Arnold aus Mainz und Friedrich aus Köln beglaubigt. Heinrich übertrug ein Drittel des Marktzolls aus München an die Kirche von Freising und legte damit den Grundstein für die künftige Entwicklung der Stadt. Das ist, ehrlich gesagt, ziemlich beeindruckend!
Die Brezn und ihre Bedeutung
Ein weiteres Stück Münchner Geschichte, das nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Brezn. Diese köstliche Spezialität symbolisiert im Mittelalter zwei betende, vor der Brust verschränkte Arme und galt als heiliges Gebäck. Die Münchner Ziegelbarone ließen im Mittelalter italienische Kinder, die sie „Mulis“ nannten, für sich arbeiten. Diese kleinen historischen Einsichten bieten einen faszinierenden Blick auf das Leben in vergangenen Zeiten und sind Teil des Wissens, das die Herren Hartbrunner, Krack und Willhalm bewahren wollen.
Die Webseite „Münchner Zeitensprünge“ bietet mit 13.600 Datensätzen und rund 2000 historischen Orten eine wahre Schatztruhe an Informationen über Jahrestage, Personen und historische Geschehnisse. Das Ziel dieser Webseite ist es, das Wissen über Münchens Geschichte zu bewahren und insbesondere die Jugend zur Forschung zu motivieren.
Am Stadtgründungsfest wird es nicht nur ein Quiz geben, sondern auch kostenlose Führungen, die den Besuchern einen tiefen Einblick in die Stadtgeschichte ermöglichen. Die Feierlichkeiten beginnen am Samstag um 10:30 Uhr und enden um 23 Uhr, und am Sonntag geht’s dann von 11 bis 21:30 Uhr weiter. Das wird ein ganz besonderes Wochenende für München, das ganz im Zeichen der Stadtgeschichte steht!
