Heute ist der 23.04.2026 und in Neuhausen, München, wird die Stadtgeschichte um ein weiteres Kapitel reicher. Am 22. April 2026 fand die Grundsteinlegung für das Bauprojekt „Heaven“ auf dem Areal des ehemaligen Bruckmann-Verlags statt. Dieses ambitionierte Vorhaben umfasst eine Fläche von beeindruckenden 30.000 Quadratmetern und soll bis zur Mitte des Jahres 2028 fertiggestellt werden. Mit der Schaffung einer modernen Arbeitswelt, die Platz für über 1000 Mitarbeiter bieten wird, ist das Projekt ein bedeutender Schritt in die Zukunft der Münchener Büroarchitektur.
Die Rock Capital Group, Eigentümer des Areals, hat sich für einen innovativen Ansatz entschieden: Historische Gebäude bleiben erhalten und nur zwei der ursprünglich fünf Bestandsgebäude wurden abgebrochen. Besonders hervorzuheben ist die Jugendstil-Villa des Architekten Martin Dülfer aus dem Jahr 1898, die als eine der erhaltenen Strukturen auch künftig ein Teil des neuen Bürokomplexes bleiben wird. Dieses Bauen im Bestand steht nicht nur für ein Gefühl der Verbundenheit mit der Geschichte, sondern auch für einen starken Nachhaltigkeitsaspekt, der CO2-Emissionen reduzieren soll.
Ein großer Mieter steht fest
Die Thüga AG, ein bedeutender Akteur im Bereich der Energie- und Wasserversorgung in Deutschland, hat sich bereits als erster Mieter für das neue Büroprojekt festgelegt. Die Thüga AG wird rund 16.000 Quadratmeter anmieten, einschließlich der Dülfer-Villa. Die Umzüge der Mitarbeiter von Syneco, Thüga Assekuranz und Thüga Smart Service sind ebenfalls geplant, was die Bedeutung des Projektes unterstreicht. Mit rund 200 Mitarbeitern in der Thüga AG und insgesamt 22.500 Mitarbeitern in der gesamten Thüga-Gruppe, die einen Gesamtumsatz von etwa 44,5 Milliarden Euro erwirtschaftet, ist dies die größte Bürovermietung des Jahres in München.
Für die neuen Büros werden zudem hochmoderne Lüftungs- und Hygienekonzepte in Planung sein, die den Mitarbeitern ein gesundes und angenehmes Arbeitsumfeld bieten sollen. Über die Hälfte der Bürofläche ist bereits vermietet, bevor die eigentlichen Bauarbeiten begonnen haben, was für die Attraktivität des Standorts spricht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Fertigstellung der Um- und Neubauten ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Der gesamte Komplex wird nicht nur den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht, sondern auch den Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Denkmalschutz. Damit ist das Projekt „Heaven“ ein Paradebeispiel dafür, wie Vergangenheit und Zukunft in der Architektur harmonisch miteinander verbunden werden können. Die Verhandlungen mit weiteren potenziellen Mietern sind derzeit im Gange, und die Gesamtzahl der Mieter ist noch unklar. Doch eines ist sicher: München kann sich auf ein weiteres Highlight in der Maxvorstadt freuen, das sowohl in architektonischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht von Bedeutung sein wird.