Heute ist der 30.05.2026 und in Unterhaching, genauer gesagt in Obergiesing-Fasangarten, blüht die Blitzergefahr förmlich auf. An diesem Samstag sind gleich zwei Standorte auf der Münchner Straße zu beobachten, wo die Polizei den Verkehr besonders genau im Auge behält. Wer sich in dieser Gegend aufhält, sollte die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h im Hinterkopf behalten – ein Tempolimit, das oft wie ein Schatten über den Fahrern schwebt.

Um 15:16 Uhr wurde bereits der erste Blitzer in der 60 km/h-Zone gemeldet. Und nur zehn Minuten später – um 15:26 Uhr – blitzte es erneut an der gleichen Stelle. Die Polizei hat ein wachsames Auge auf rasende Autofahrer, denn die Nichteinhaltung der Höchstgeschwindigkeit ist nicht nur ein häufiges Verkehrsvergehen, sondern auch die Hauptursache für viele Unfälle. Man könnte fast sagen, es ist ein ständiger Wettlauf gegen die Zeit.

Tempolimits und ihre Bedeutung

Doch nicht nur innerorts wird geblitzt. Auch auf der A995 in Unterhaching, wo ein teilstationärer PoliScan FM1 Geschwindigkeitsblitzer installiert ist, herrscht eine Tempobeschränkung von 80 km/h. Hier wird ebenfalls automatisch ein Foto angefertigt, wenn Fahrer die zulässige Geschwindigkeit überschreiten. Diese Bilder landen dann direkt beim Bayerischen Polizeiverwaltungsamt in Straubing. Man kann sich leicht vorstellen, wie schnell das alles geht – und wie unbarmherzig.

Erstaunlicherweise zeigen Studien, dass satte 56% der Bußgeldbescheide fehlerhaft sind. Das lässt einen schon nachdenklich werden. Fehlerquellen wie unscharfe Fotos oder Geräte, die nicht richtig geeicht sind, können dazu führen, dass man sich gegen einen Bußgeldbescheid wehren kann. Das sorgt für ein wenig Hoffnung unter denjenigen, die vielleicht etwas zu schnell unterwegs waren.

Die Strafen im Detail

Die Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen variieren je nach Schwere des Vergehens. Wer außerhalb geschlossener Ortschaften um 16-20 km/h zu schnell fährt, muss mit 60 Euro Bußgeld rechnen. Das wird dann schon interessanter: Bei einer Überschreitung von 21-25 km/h sind es 100 Euro plus einen Punkt in Flensburg. Und ab 26 km/h kann es sogar zu einem Fahrverbot kommen. So schnell kann’s gehen – besonders wenn man bedenkt, dass man auch bei innerorts 31 km/h zu schnell in der Regel einen Monat ohne Führerschein dastehen kann. Echt ein Albtraum, oder?

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Hinzu kommt, dass es bei Geschwindigkeitsmessungen immer einen Toleranzabzug gibt. Bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h beträgt dieser 3 km/h. Ab 100 km/h sind es sogar 3% der gemessenen Geschwindigkeit. Das kann für den ein oder anderen, der sich vielleicht etwas sicher gefühlt hat, den entscheidenden Unterschied machen.

Ein Blick auf die Einsprüche

Wer dennoch in die Fänge eines Blitzers geraten ist, hat die Möglichkeit, Einspruch gegen den Bußgeldbescheid zu erheben. Besonders bei drohenden Fahrverboten oder wenn man Zweifel an der Messung hat, lohnt sich das. Es gibt durchaus Beispiele, bei denen Einsprüche erfolgreich waren, insbesondere wenn es um die Messmethoden oder die Einhaltung der Vorschriften geht. Das gibt den Betroffenen eine gewisse Macht zurück – und das ist in dieser oft so frustrierenden Situation ein kleiner Lichtblick.

Also, liebe Autofahrer, bleibt wachsam und haltet euch an die Regeln. Die Blitzer warten schon auf euch – und die nächste Kontrolle könnte schneller kommen als ihr denkt. Und denkt immer daran, es geht um eure Sicherheit und die der anderen im Verkehr. Fahrt vorsichtig!