Heute ist der 18.05.2026 und die Diskussion um die Badestege am Starnberger See in Possenhofen ist aktueller denn je. Die drei Holzstege, die seit geraumer Zeit gesperrt sind, stehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das Münchner Unternehmen Lynberg Modular Systems GmbH hat sich bereit erklärt, die Reparaturkosten zu übernehmen. Und das, ohne einen Cent zu verlangen! Ein echter Lichtblick für alle, die die Badestege vermissen.
Die Pläne sind ehrgeizig: Steg 1 soll noch vor den Pfingstferien wieder in Betrieb genommen werden. Steg 2 und 3 folgen dann in den nächsten drei bis vier Wochen. Das Gutachten, das Ende April erstellt wurde, hat die dringende Notwendigkeit von Reparaturen aufgezeigt, die nach außen hin nicht sofort sichtbar waren. Ein wenig schockierend, wenn man bedenkt, dass Steg 4 bereits aufgrund von Altersschäden zurückgebaut wurde. Der Zugang zum See bleibt jedoch jederzeit möglich, und das Badeparadies Possenhofen, ein Erholungsgebiet seit den 1960er Jahren, wartet auf die Rückkehr der Badegäste.
Proteste und Unterschriftenaktionen
Doch die Sache ist nicht so einfach, wie sie scheint. Mehr als 1400 Menschen haben innerhalb von nur drei Tagen eine Petition unterschrieben, um gegen den Abriss der Stege zu kämpfen. Die Bürger sind auf die Barrikaden gegangen! Protestschilder hängen am beliebten Kiosk „Steg 1“, und die Forderung ist klar: Die Badestege im Paradies müssen erhalten bleiben. Kritiker sind der Meinung, dass die Stadt München, die das gesamte Erholungsgebiet besitzt, das Thema Reparaturen über Jahre hinweg verschleppt hat.
Burkhardt Schütz vom Kneippverein Starnberg äußerte sogar Zweifel an der Notwendigkeit des Abrisses. Das Baureferat hat die Stege als marode eingestuft, doch die Bürger wollen das so nicht hinnehmen. Die „Freunde zur Erhaltung der Stege im Paradies“ haben bereits eine Protest-Mail an den neuen Oberbürgermeister Dominik Krause geschickt, in der sie eindringlich um die Erhaltung der Stege bitten.
Ein Lichtblick für die Zukunft
Die anstehenden Reparaturen durch Lynberg Modular Systems sind ein Lichtblick in dieser angespannten Situation. Das Unternehmen hat nicht nur angeboten, die Stege kostenlos zu reparieren, sondern möchte auch eine technische Prüfung der Stege durchführen. Das Baureferat hat zwar noch nicht auf die Anfrage reagiert, aber die Hoffnung der Bürger bleibt bestehen. Voraussichtlich ab Mitte Juni sollen alle drei Stege wieder zugänglich sein. Das wäre doch ein Grund zur Freude!
Die Stadt hat bereits laufend einzelne Bauteile und Belagshölzer der anderen Stege erneuert. Und das ist auch gut so! Ein weiteres Plus: Der Stadtrat plant für das kommende Jahr den Bau einer barrierefreien Rampe am Badeparadies. So wird das Gelände für alle zugänglicher und attraktiver. Wer könnte da schon „nein“ sagen?
Das Naherholungsgebiet „Badeparadies Possenhofen“ hat das Potenzial, wieder zu blühen. Die Liegewiesen, die waldartigen Bereiche und die Wasserwachtstation warten nur darauf, von den Münchnerinnen und Münchnern wieder belebt zu werden. Und seien wir ehrlich, ein Tag am Starnberger See ist immer eine gute Idee – ob zum Baden, Entspannen oder einfach nur, um die Seele baumeln zu lassen.