Herzgesundheit im Fokus: Warum Frauen besonders aufpassen müssen
In Pasing, wo die Uhren etwas langsamer zu ticken scheinen, ist das Thema Herzgesundheit aktueller denn je. Besonders, wenn man bedenkt, dass das Herzkreislaufrisiko im Laufe des Lebens deutlich ansteigt – und zwar für Frauen und Männer gleichermaßen. Ab etwa 35 bis 40 Jahren wird’s kritischer, und da sollten wir alle hellhörig werden. Frauen sind nach der Menopause besonders betroffen, denn der Rückgang der Östrogenproduktion kann das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bis auf das Sechsfache erhöhen! Das klingt alarmierend, ist aber leider Realität.
Ein wichtiger Aspekt in diesem Zusammenhang ist die spezielle Sprechstunde für frauenspezifische Kardiologie. Hier wird nicht nur auf die klassischen Risikofaktoren geachtet, sondern auch auf hormonelle Veränderungen und andere frauenspezifische Einflüsse. Moderne Verfahren wie hochauflösende Echokardiographie und Gefäßultraschall helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Ja, es ist an der Zeit, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern – und zwar nicht erst, wenn Beschwerden auftreten. Ein Kardiologischer Check-up ab 35 ist wirklich sinnvoll, auch wenn man sich fit fühlt. Und für all diejenigen, die vielleicht noch unsicher sind: Eine umfassende Beratung gehört ebenso dazu wie die Erklärung der Befunde. Das ist wichtig, denn viele Frauen haben oft Fragen, die sie sich nicht trauen zu stellen.
Die Wechseljahre und ihre Folgen
Die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren hat weitreichende Auswirkungen auf den Körper. Sie erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar für Herzinsuffizienz. Das ist ein Thema, das in unserer Gesellschaft oft noch zu wenig Beachtung findet. Viele Frauen wissen nicht, dass die Menopause im Durchschnitt mit 51,4 Jahren eintritt und oft mit unregelmäßigen Zyklen beginnt. In dieser Zeit können Symptome wie Erschöpfung, Palpitationen und sogar Gelenkschmerzen auftreten. All das sind Warnsignale, die wir ernst nehmen sollten.
Die Studien zeigen, dass das kardiovaskuläre Risiko für Frauen in der Postmenopause zwei- bis dreimal höher ist als für prämenopausale Frauen. Und ja, das ist kein Zufall. Hormonelle Veränderungen führen nicht nur zu einem schlechteren Lipidprofil, sondern erhöhen auch das Risiko für Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie. Ein echtes Teufelskreis, wenn man darüber nachdenkt. Und was ist mit der Menopausalen Hormontherapie (MHT)? Diese kann helfen, Beschwerden zu lindern, aber sie ist nicht primär zur Herz-Kreislauf-Prävention gedacht. Hier muss differenziert und gut beraten werden.
Herzgesundheit in Zahlen
Schockierende Statistiken zeigen, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen sind. Im Jahr 2022 starben rund 190.700 Frauen an diesen Erkrankungen. Die häufigsten Ursachen sind chronische koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und Hypertensive Herzkrankheit. Das sind keine schönen Zahlen, und sie zeigen, wie wichtig es ist, das eigene Herz im Blick zu haben. Auch die Risikofaktoren sind bei Frauen die gleichen wie bei Männern: Bluthochdruck, Diabetes und ungesunde Lebensstilfaktoren wie Rauchen und Bewegungsmangel. Es ist ein Kampf, den wir alle führen müssen – und zwar gemeinsam!
Die Initiative „Go Red for Women®“ der American Heart Association sorgt dafür, dass das Bewusstsein für Herzgesundheit bei Frauen gestärkt wird. Ein erster Schritt in die richtige Richtung! Wenn Sie mehr über geschlechterbezogene kardiologische Unterschiede erfahren möchten, finden Sie viele Informationen und Ratgeber auf der Website der Herzstiftung. Die Informationen sind kostenfrei – also keine Ausreden mehr!
