Das Heartbeatz Festival, das ursprünglich in einer ehemaligen Kiesgrube in Waldperlach stattfinden sollte, hat jetzt einen neuen Standort: das „Lucky Star“. Dieser Ort, ein Zwischennutzungsquartier, wird erst 2025 eröffnet und befindet sich nördlich des Olympiadorfs, auf dem ehemaligen Gelände von Knorr-Bremse. Eine Entscheidung, die nicht ohne Kontroversen fiel! Anwohner und Naturschutzverbände hatten scharfe Bedenken geäußert – Lärm, Vermüllung und verstärkter Verkehr waren nur einige der Sorgen. Zudem warnen Naturschutzverbände vor der Gefährdung geschützter Tiere und der Zerstörung ihres Lebensraums. Da blieb der Bezirksausschuss Ramersdorf-Perlach nichts anderes übrig, als die Veranstaltung am ursprünglichen Standort abzulehnen.
Der Veranstalter Leo Wagenhofer hatte zwar auf ein Gutachten verwiesen, das eine geringe Lärmbelastung für die Umgebung bescheinigt, doch das half nicht viel. Nun wird das Festival auf zwei Tage verkürzt und findet am 13. und 14. Juni statt. Die Künstler, darunter DJ Robin Schulz und Rapper Gzuz, bleiben im Line-up, was die Vorfreude anheizen dürfte. Ein kleiner Lichtblick: Der gesamte Gewinn aus dem Ticketverkauf soll an wohltätige Organisationen, wie etwa die Deutsche Kinderkrebshilfe, gehen. Das hat doch was!
Neuer Standort, neue Chancen
Der Umzug ins Lucky Star könnte dem Festival ein exklusiveres und persönlicheres Flair verleihen. Wer hätte gedacht, dass all die Aufregung auch etwas Positives mit sich bringen könnte? Für die, die bereits Freitagstickets erworben haben, gibt es die Möglichkeit, diese entweder zurückzugeben oder auf einen Wunschtag umzubuchen. So bleibt man flexibel – und das ist ja auch nicht gerade verkehrt. Inhaber eines Wochenendpasses dürfen sich zudem im September auf ein weiteres „Heartbeatz Special“ freuen, ohne dafür extra zahlen zu müssen. Ein schöner Bonus für die treuen Fans!
Allerdings muss die Genehmigung für das Festival am neuen Standort neu beantragt werden. Und hier kommt die Lärmschutzverordnung ins Spiel. Diese Regelungen sind für Veranstalter unerlässlich, um gesetzliche Vorgaben und Pflichten zu verstehen. Denn Lärm – das wissen wir aus Erfahrung – kann für Anwohner belastend sein. Das Bundes-Immissionsschutzgesetz und die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) geben vor, wie laut es in unterschiedlichen Gebieten sein darf. Von reinen Wohngebieten mit 50 dB(A) tagsüber bis hin zu Gewerbegebieten, wo bis zu 65 dB(A) erlaubt sind – da wird’s schon laut!
Auf die Ohren, aber mit Bedacht
Um die Lärmpegel im Griff zu behalten, müssen Veranstalter kontinuierlich messen und dokumentieren, was da so aus den Boxen kommt. Maßnahmen wie mobile Lärmschutzwände, strategische Lautsprecherpositionierung sowie technische Lautstärkebegrenzungen durch Limiter-Geräte sind da nur einige der Möglichkeiten, die helfen, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Ein detailliertes Schall-Immissions-Gutachten kann ebenfalls notwendig sein, um die Genehmigung zu erhalten – ganz schön viel, was da zusammenkommt!
Die Planung eines Festivals wie Heartbeatz erfordert also nicht nur Kreativität und Mut, sondern auch ein gewisses Fingerspitzengefühl im Umgang mit Anwohnern und den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Man kann nur hoffen, dass der Umzug ins Lucky Star für alle Beteiligten ein Gewinn wird. Der Mix aus Musik, Spaß und dem guten Zweck könnte das Festival zu einem echten Highlight im Kalender machen. Und vielleicht, nur vielleicht, wird das Heartbeatz Festival mit all seinen Herausforderungen und Chancen zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle.