Bei strahlendem Sonnenschein und fröhlichem Treiben versammelten sich am Pfingstwochenende zahlreiche Besucher rund um das Hahnenberger Sängerheim. Die Organisatoren hatten vorgesorgt: Sonnenschirme und Zeltdächer wurden aufgestellt, damit die Menschen nicht direkt in der prallen Sonne schmoren mussten. Um 11 Uhr eröffneten die Jagdhornbläser aus Hückeswagen-Radevormwald die Veranstaltung und setzten damit einen festlichen Akzent. Bernhard Priggel, der Förster im Ruhestand, nahm sich die Zeit, die Tradition des Jagdhornblasens zu erläutern und die Zuhörer in die Geschichte dieser Kunstform einzuführen.
Die Veranstaltung wurde vom MGV Hahnenberg zusammen mit der örtlichen Löschgruppe organisiert und fand an zwei Orten statt: im Sängerheim und im Feuerwehrgerätehaus an der B 229. Die Hahnenberger Sänger, unter der Leitung von Petra Rützenhoff-Berg, trugen mit viel Hingabe Volkslieder und moderne Stücke vor. Darunter waren Klassiker wie „Droben im Oberland“, „So lang man Träume noch leben kann“ und das berührende „Mala moja“. Auch der gemischte Chor „Serenita“ aus Önkfeld, unter der Leitung von Martin Storbeck, ließ die Herzen höher schlagen und sang unter anderem „Wie blüht es im Tal“ und „Ein bisschen Frieden“. Die Mischung aus Tradition und Moderne machte das Pfingstsingen zu einem besonderen Erlebnis.
Ein Fest der Stimmen und Gefühle
Und es wurde noch besser! Bürgermeister Dejan Vujinovic ließ sich das Spektakel nicht entgehen und gesellte sich zu den Besuchern. Nach einer kurzen Pause überraschte „Serenita“ mit Karel Gotts „Fang das Licht“ und dem gefühlvollen „Warum hast du nicht Nein gesagt?“. Die Zuhörer waren begeistert und sangen begeistert mit. Der MGV Hahnenberg setzte den zweiten Teil mit einem Volkslied von Friedrich Silcher fort, gefolgt von „Heimat“ von Ernst Hansen. Petra Rützenhoff-Berg kündigte neue Lieder an, darunter „Alles dreht sich im Kreis“ von den Höhnern. Ein echtes Highlight war „Major Tom“ von Peter Schilling, bei dem die Zuhörer zum Mitsingen angeregt wurden. Zum krönenden Abschluss erklang „Freunde, lasst uns trinken“, was den Übergang zum gemütlichen Teil des Festes markierte.
Ein solches Fest verdeutlicht die große Rolle, die Chorgesang in Deutschland spielt. Rund fünf Millionen Menschen singen regelmäßig gemeinsam – das ist mehr als nur ein Hobby, es ist ein Stück Kultur! Chöre gibt es in den unterschiedlichsten Formen, sei es als Kinderchöre, Seniorenensembles oder sogar Kneipenchöre. Das Singen fördert nicht nur das Glücksgefühl und baut Stress ab, sondern stärkt auch den Gemeinsinn. Und wenn wir an die lange Tradition des Chorgesangs in Deutschland denken, geprägt durch große Persönlichkeiten wie Johann Sebastian Bach, wird klar: Singen verbindet!
Das Pfingstsingen in Hahnenberg war also mehr als nur ein Konzert – es war ein Fest der Gemeinschaft und der Freude am Singen. In einer Zeit, in der wir oft getrennt sind, bietet das gemeinsame Singen eine wunderbare Möglichkeit, Nähe zu schaffen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Und wer weiß, vielleicht wird das nächste Pfingstsingen noch mehr Herzen berühren!