In Laim, an der Westend-/Zschokkestraße, tut sich etwas Großes. Wo einst ein Bus- und Trambetriebshof war, breitet sich jetzt eine Schottergrube unter einem Dach aus Kränen und Bauzäunen aus. Die ersten Fundamente sind bereits gelegt – ein Zeichen für die aufregenden Pläne der Stadtwerke München (SWM). Hier sollen bis Ende 2028 insgesamt vier achtgeschossige Wohnhäuser mit stolzen 212 neuen Wohnungen entstehen, begleitet von einer Kindertagesstätte. Das klingt doch nach einem echten Gewinn für die Nachbarschaft!

Die Stadtwerke haben sich mit diesem Projekt viel vorgenommen. Mit einem Gesamtbudget von etwa 300 Millionen Euro wird der größte Werkswohnungsstandort der SWM geschaffen. Insgesamt sind 630 Mitarbeiterwohnungen geplant, und die Nachfrage ist bereits enorm. Über 2000 Bewerbungen liegen in der internen Datenbank, vor allem von Familien, die auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind. Zwei- bis vierzimmerige Wohnungen stehen im Fokus, und das Beste daran: Die Mietpreise werden deutlich unter der Marktmiete liegen. Das ist nicht nur ein Lichtblick für die Beschäftigten, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung für die Stadt.

Ein neues Stadtquartier entsteht

Die SWM haben nicht nur die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter im Blick, sondern auch die der gesamten Stadt. Langfristig soll hier ein neues Stadtquartier entstehen, das mindestens 1050 Wohneinheiten umfasst. Geschäfte, ein Seniorenzentrum, Kitas, Schulen und weitläufige Grünflächen – all das ist Teil des Plans. Die Architektur wird dabei umweltfreundlich gestaltet: CO₂-reduzierter Beton, Holzhybrid-Bauweise und Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern sind nur einige der Highlights, die den Neubau zu einem Vorzeigeprojekt machen.

Obwohl der erste Spatenstich erst Anfang Februar 2023 stattfand und die Baugenehmigung erst 2025 erteilt wird, zeigen sich die Stadtwerke optimistisch. Die geplanten weiteren Bauabschnitte sind ehrgeizig. Bis 2032 sollen beispielsweise 420 Wohnungen im zweiten Bauabschnitt entstehen, dazu kommen weitere 370 an der Dachauer/Heßstraße, 200 an der Hans-Preißinger-Straße und noch einmal 180 an der Heinrich-Wieland-Straße. Man merkt, hier wird nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft gedacht – das Ziel sind bis 2040 insgesamt 4000 Werkswohnungen.

Ein Stück Geschichte im sozialen Wohnungsbau

Der soziale Wohnungsbau hat in Deutschland eine lange Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er eingeführt, um Wohnraum für die breite Bevölkerung zu schaffen und die Städte wieder aufzubauen. In den folgenden Jahrzehnten erlebte der soziale Wohnungsbau verschiedene Phasen. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde er weiter ausgebaut, während es in den 1980er- und 1990er-Jahren zu einem Rückgang kam. Doch seit 2015 erleben wir eine Renaissance, die durch den zunehmenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum und die Flüchtlingskrise angestoßen wurde.

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Die aktuelle Situation in München zeigt, wie wichtig der soziale Wohnungsbau auch in der heutigen Zeit ist. Die SWM-Projekte sind nicht nur ein Zeichen für bezahlbaren Wohnraum, sondern auch eine Antwort auf die Bedürfnisse der Menschen, die hier leben. Als Teil eines größeren Ganzen wird diese Entwicklung sicher auch andere städtische Gesellschaften und Unternehmen dazu anregen, sich aktiv an der Schaffung von Wohnraum zu beteiligen. Gespräche mit Kliniken, dem Flughafen und der Messe München laufen bereits, um eine umfassende Wohnraumversorgung für alle zu gewährleisten.