In der Münchner Unterführung an der Tegernseer Landstraße tut sich was – und das ist dringend nötig! Seit einem Jahr sehen sich die Anwohner mit einem unliebsamen Phänomen konfrontiert: Unbekannte machen sich immer wieder an der Wandverkleidung zu schaffen. Mit Spraydosen und Zerstörungsdrang hinterlassen sie ihre Spuren und zwingen die Stadt dazu, sich mit einem Problem auseinanderzusetzen, das nicht einfach durch das übliche „Wir kümmern uns drum“ gelöst werden kann. Diese Unterführung, die zwischen Otker- und Tegernseer Landstraße verläuft, hat schon einige Male die Aufmerksamkeit der lokalen Behörden auf sich gezogen – doch ohne durchschlagenden Erfolg.

Der Vandalismus hat nicht nur die Wände in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch das Vertrauen der Bürger in die Fähigkeit der Stadt, mit solchen Problemen umzugehen. Politische Maßnahmen und Polizeieinsätze fruchten nicht, Zerstörungen nehmen kein Ende. Doch die Kreativität der Münchner scheint nicht auf der Strecke geblieben zu sein! Ein mutiger Bürgerantrag, der eine künstlerische Neugestaltung des Tunnels vorschlägt, könnte die Wende bringen. Die Idee: Die Wände sollen durch Street-Art-Kunstwerke mit lokalem Bezug aufgepeppt werden. Ein bisschen Farbe könnte den ungebetenen Gästen vielleicht die Lust am Zerstören nehmen und gleichzeitig das Stadtbild aufwerten.

Einblick in die Pläne

Besonders spannend ist die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem TSV 1860 München, die momentan noch geprüft wird. Ein Projekt, das große Chancen birgt, denn man erinnert sich an das erfolgreiche Beispiel am Ostbahnhof. Dort hat ein Künstlerkollektiv den Vandalismus durch kreative Gestaltung stark reduziert. Es zeigt sich, dass Kunst eine echte Lösung sein kann, um die unliebsamen Zerstörer fernzuhalten. Der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching scheint der Idee ebenfalls wohlwollend gegenüberzustehen und sucht gemeinsam mit dem BA Obergiesing-Fasangarten nach geeigneten Partnern, um dieses Vorhaben zu realisieren. Es könnte also bald lebendige Kunst in einem sonst tristen Tunnel zu sehen sein!

Die Koordination zwischen Politik, Sportvereinen und dem Kultur- sowie Baureferat ist nun gefragt. Eine gemeinsame Anstrengung, die nicht nur die Wände verschönern, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Passanten stärken soll. Kunst als Waffe gegen Vandalismus – das klingt fast nach einem neuen Trend! Gerade in Zeiten, in denen viele Städte mit ähnlichen Problemen kämpfen, könnte München hier eine Vorreiterrolle übernehmen.

Kunst gegen Vandalismus – Ein bewährtes Konzept

In anderen Städten hat sich die Kombination aus Kunst und öffentlichem Raum bereits bewährt. So zum Beispiel im thüringischen Kreis Gotha. Dort hat die Thüringer Waldbahn zusammen mit einem örtlichen Kunstverein Haltestellen künstlerisch gestalten lassen. Diese waren nicht nur schöner, sondern führten auch zu einem spürbaren Rückgang der Vandalismusschäden. Mit einem Budget von 2.000 Euro pro Haltestelle wurden detailreiche Graffitis geschaffen, die sich auf die Umgebung beziehen. Das Ergebnis: Saubere Haltestellen und ein höheres Sicherheitsgefühl für die Nutzer. Wenn das nicht ein weiterer Anreiz für München ist!

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Die Deutsche Bahn hat ein ähnliches Konzept bereits seit über zehn Jahren mit Erfolg umgesetzt. Man könnte sagen, die Zeichen stehen günstig, um auch in der Tegernseer Landstraße eine positive Wende herbeizuführen. Es bleibt abzuwarten, welche künstlerischen Ideen aus dem Bürgerantrag hervorgehen und ob diese unter den wachsamen Augen der Stadt tatsächlich umgesetzt werden können. Fest steht: Die Münchner haben die Nase voll von den ständigen Zerstörungen – und eine künstlerische Lösung könnte der Schlüssel zu einer schöneren Stadt sein.