In den frühen Morgenstunden des 24. April 2026 wurde die Ruhe in Unterschleißheim durch einen dreisten Einbruch in eine Tankstelle gestört. Gegen 3:40 Uhr brach ein unbekannter Täter in die Allguth-Tankstelle in der Dieselstraße ein, nachdem er mit einem zweifarbigen VW T3-Camper auf den Parkplatz gefahren war. Mit brachialer Gewalt öffnete er die Tür, und es begann ein kurzer, aber folgenschwerer Raubzug.
Was der Einbrecher entwendete, war nicht gerade wenig: Bargeld, Tabakwaren und E-Zigaretten im vierstelligen Wert verschwanden in Windeseile. Die Mitarbeiterin der Tankstelle, die den Einbruch entdeckte, informierte sofort die Polizei über den Notruf 110. Zum Glück waren die Beamten schnell zur Stelle und sicherten umfangreiche Spuren am Tatort. Die Ermittlungen wurden vom Kommissariat 52 übernommen, und die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen, die im Bereich Dieselstraße etwas Auffälliges bemerkt haben.
Die Beschreibung des Täters
Die Polizei hat eine detaillierte Täterbeschreibung veröffentlicht: Der Mann trug eine dunkle Kappe und schwarze Handschuhe, dazu eine gemusterte Jacke mit Aufnäher am linken Oberarm sowie eine Kapuze. Seine Bekleidung wurde durch Jeans und Sportschuhe ergänzt. Diese Hinweise könnten für die Ermittlungen von großer Bedeutung sein, zumal der Täter nach dem Einbruch in unbekannte Richtung floh.
Die aktuelle Sicherheitslage an Tankstellen
Obwohl dieser Vorfall in Unterschleißheim für Aufregung sorgt, zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 einen Rückgang der Überfälle auf Tankstellen in Deutschland. Im Jahr 2024 wurden lediglich 513 Überfälle registriert – der niedrigste Stand seit der Wiedervereinigung. In den Jahren zuvor war die Zahl jedoch gestiegen, vor allem nach dem Ende der coronabedingten Beschränkungen. Diese Diskrepanz zwischen „gefühlter“ und „realer“ Kriminalität lässt viele Menschen nervös werden, obwohl die Statistiken eine andere Geschichte erzählen.
Es gibt zwar keine konkreten Änderungen an den Sicherheitskonzepten in der Branche, aber Medienberichte über sinkende Barumsätze und gesicherte Kassensysteme könnten dazu beigetragen haben, dass Überfälle weniger attraktiv erscheinen. Dennoch bleibt die Tatsache, dass Einbrüche während der Nachtschließungszeiten zunehmen, was zu beträchtlichen baulichen Schäden führen kann.
Die Polizei von München ruft alle Bürger auf, wachsam zu sein und Informationen über verdächtige Aktivitäten weiterzugeben. Wer Hinweise zu dem Einbruch in der Dieselstraße hat, kann sich unter der Telefonnummer (089) 2910-0 bei der Polizei melden. Jede noch so kleine Beobachtung könnte helfen, den Täter zu fassen und die Sicherheit in der Region zu erhöhen.