In Obersendling, einem ruhigen Stadtteil von München, tut sich gerade etwas ganz Großes. Das neue Quartier „Sugar Valley“ entsteht auf dem ehemaligen Gelände eines Betonwerks und von Siemens. Was sich hier zusammenbraut, ist nicht nur ein weiteres Bauprojekt – nein, das Ziel ist ein CO2-freies Stadtviertel, das ohne fossile Brennstoffe auskommt. Da könnte man fast ins Schwärmen geraten!

Das Energiekonzept für dieses innovative Projekt wird durch einen Vertrag zwischen Salvis Consulting, dem Immobilienentwickler, und Bayernwerk Natur, einem Energieversorger, realisiert. Ein unterirdisches Niedertemperaturnetz wird die Wohnhäuser miteinander verbinden – betrieben durch Wärmepumpen und Ökostrom. Und das Beste daran? Auf den Dächern der Gebäude werden Photovoltaikanlagen installiert, die den Strom für die Wärmepumpen liefern. Einfach genial, oder?

Ein Blick in die Zukunft

Die EU unterstützt dieses zukunftsweisende Projekt, was die Sache noch spannender macht. Mieter können sich auf stabile Energiepreise freuen, unabhängig von den schwankenden Preisen fossiler Brennstoffe. Die Bauarbeiten für das Energienetz sollen 2027 beginnen. Um das Quartier herum wird auch die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr verbessert und die Fahrradwege ausgebaut – nachhaltig und praktisch!

Insgesamt wird das Sugar Valley eine große Fläche von 160.000 Quadratmetern umfassen, auf der Büros, Wohnungen, Gastronomie und kulturelle Einrichtungen Platz finden. Elf Gebäude sollen entstehen, flankiert von drei imposanten Türmen, die 80 Meter hoch in den Himmel ragen: The Crown, The Forge und The Soul – klangvolle Namen für beeindruckende Bauwerke. Geplant sind zudem eine Markthalle und Veranstaltungsflächen. Hier sollen nicht nur 220 Wohnungen, sondern auch etwa 5000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Das klingt nach einem echten Gewinn für die Region!

Ein Meilenstein in der Stadtentwicklung

Besonders bemerkenswert: Sugar Valley wird das erste Quartier in Deutschland sein, das das „Neighbourhood Development“ Platin-Zertifikat des U.S. Green Building Councils erhält. Damit wird nicht nur die Nachhaltigkeit gewürdigt, sondern auch das Engagement für eine bessere Lebensqualität in der Stadt.

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Die EU hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2050 klimaneutral zu werden. Im Jahr 2021 wurde die Mission „100 klimaneutrale und intelligente Städte bis 2030“ ins Leben gerufen. München gehört zu den Städten, die daran teilnehmen und hat sich gemeinsam mit anderen Städten wie Aachen, Dortmund und Leipzig Klimastadtverträge erarbeitet. Diese Verträge beinhalten umfassende Pläne zur Klimaneutralität in verschiedenen Bereichen – von Energie über Abfallwirtschaft bis hin zum Verkehr. Ein echter Schritt in die richtige Richtung!

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bau (BMWSB) koordiniert diesen nationalen Begleitprozess und arbeitet dabei eng mit dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt zusammen. Die Städtemission hat eine besondere Bedeutung, insbesondere angesichts des Klimawandels und der Herausforderungen, die damit einhergehen. Hier werden nicht nur Lösungen für München erarbeitet, sondern auch Erkenntnisse, die bundesweit von Nutzen sein können.