Heute ist der 28.06.2026 und es gibt Neuigkeiten aus der Welt des Deko- und Möbelhandels: Die Kette Depot schließt zwei ihrer Filialen in München. Betroffen sind die Standorte in der Sendlinger Straße 12 im Hofstatt Quartier und in den Riem Arcaden am Willy-Brandt-Platz 5. Eine bittere Pille für die Münchner, die gerne durch die bunten Gänge geschlendert sind, um sich Inspiration für ihr Zuhause zu holen.

Diese Schließungen sind Teil eines größeren Umbruchs. Depot hat bundesweit eine Liste veröffentlicht, die insgesamt 66 Filialen umfasst, die bald dichtmachen sollen. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest – es heißt nur „in Kürze“. In Bayern sind zudem weitere Schließungen in Bayreuth, Coburg, Erlangen, Kaufbeuren, Kempten, Passau, Pfarrkirchen und Rothenburg ob der Tauber geplant. So viel zur schlechten Nachricht.

Schlechte Zeiten für Depot

Die GDC Deutschland GmbH, zu der Depot gehört, hat erst im Mai 2026 erneut Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Dies ist bereits die zweite Insolvenz innerhalb von zwei Jahren. Der Geschäftsführer Christian Gries erklärte, dass alle Depot-Shops einer Überprüfung unterzogen werden. Gespräche mit Vermietern sind bereits im Gange, um die verbleibenden Filialen zu sichern. Vor der ersten Pleite im Jahr 2024 hatte Depot noch rund 400 Filialen in Deutschland, jetzt sind es nur noch etwa 150. Ein dramatischer Rückgang, der nicht nur eine Zahl ist, sondern auch zahlreiche Arbeitsplätze betrifft.

Insgesamt sind rund 1500 Mitarbeiter von möglichen Kündigungen betroffen, und in München bleibt unklar, wie viele Angestellte konkret um ihre Jobs bangen müssen. Bei der ersten Insolvenz im Jahr 2024 wurden bereits 2000 Mitarbeiter entlassen. Das alles sind keine guten Nachrichten für die, die den Job bei Depot lieben oder sich um ihre Familien sorgen.

Ursachen und Herausforderungen

Die Gründe für die erneute Insolvenz sind nicht von der Hand zu weisen: Zölle, eine wachsende Online-Konkurrenz und die Kaufzurückhaltung der Kunden machen dem Unternehmen zu schaffen. So wie viele Einzelhändler hat auch Depot mit den Veränderungen im Kaufverhalten der Menschen zu kämpfen. Und während man online oft bessere Preise findet, bleibt die Frage, ob die charmante Atmosphäre eines realen Geschäfts nicht doch etwas hat, das man nicht ersetzen kann.

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Um dem entgegenzuwirken, hatte Depot im vergangenen Jahr das Konzept „Depot 2.0“ ins Leben gerufen, das niedrigere Preise und ein modernes Einkaufserlebnis versprach. Ob das ausreichend ist, um das Ruder herumzureißen, bleibt abzuwarten. Die Gerüchte über weitere Filialschließungen und Kündigungen schwirren durch die Luft, ohne dass die GDC Deutschland GmbH oder die Sanierungsexperten dazu Stellung nehmen.

In dieser ungewissen Zeit bietet Depot online und in ausgewählten Filialen 40 Prozent Rabatt auf fast alles an. Ein Versuch, die Kunden in die Stores zu locken oder sie zum Online-Shopping zu bewegen? Wer weiß das schon. Fest steht, dass die Zukunft von Depot in der Luft hängt, und die Münchner müssen sich entscheiden, wo sie die nächsten Deko-Artikel kaufen wollen.