Heute ist der 17.05.2026 und wir blicken auf eine spannende Geschichte aus Altstadt-Lehel. Der 25-jährige Michel Seidensticker, ein leidenschaftlicher Dachdecker-Meister aus München, hat sich einen Traum erfüllt, den viele nur in ihren kühnsten Träumen hegen. Er verbrachte drei Monate in Japan, und das nicht einfach so, sondern als Teil eines ganz besonderen Abenteuers. Ende 2024 bis Anfang 2025 war er dort und nahm gleich seine Frau und die damals fünf Monate alte Tochter mit. So eine Reise, das ist nicht nur ein Job – das ist ein Erlebnis, das die ganze Familie zusammenschweißt.

Was Michel besonders antrieb, war die Möglichkeit, die er durch das EU-Programm Erasmus+ bekam. Wusstet ihr, dass dieses Programm im Handwerk noch weitgehend unbekannt ist? Es richtet sich an Personen in Berufsausbildung, die ein Auslandspraktikum machen möchten. Michel, frischgebackener Meister nach der Prüfung 2024, wollte unbedingt nach Japan, um dort in einem Handwerksbetrieb zu arbeiten. Nur leider hatte die Handwerkskammer München und Oberbayern keinen Kontakt zu einem japanischen Betrieb. Doch die Entschlossenheit des jungen Mannes kannte keine Grenzen. Er recherchierte selbst und fand schließlich einen Betrieb in Fuefuki, etwa 100 Kilometer westlich von Tokio.

Kulturelle Unterschiede und Nachhaltigkeit

Was er dort erlebte, war eine wahre Augenweide für jeden Handwerker. Die Baustellen in Japan strahlen eine Ruhe und Gelassenheit aus, die man in Deutschland oft vermisst. Der Fokus auf Nachhaltigkeit ist bemerkenswert – Materialien wie Schrauben und Ziegel werden hier wiederverwendet, was in unseren Breiten oft noch ein unerreichtes Ziel ist. Michel war begeistert von der Hilfsbereitschaft und Höflichkeit der japanischen Gesellschaft. Er wurde als deutscher Meister hoch geschätzt und erlebte eine positive Wahrnehmung des Handwerks, die ihn tief berührte.

Neben seiner Arbeit war er sogar aktiv bei einem Sumo-Turnier dabei! Wer hätte das gedacht? Außerdem ergatterte er einen Platz bei einem Youtuber, was sicherlich eine interessante Erfahrung war. Solche Erlebnisse machen das Leben bunt und zeigen, wie vielfältig Kultur sein kann. Erasmus+ fördert nicht nur Praktika für Studierende, sondern auch für junge Handwerker wie Michel. Die Teilnehmer können zwischen zehn Tagen und einem Jahr ins Ausland gehen und erhalten finanzielle Unterstützung – ein echter Gewinn für die persönliche und berufliche Entwicklung.

Ein Blick in die Zukunft

Nach einem Jahr zurück in München hat sich für Michel nicht nur die Sicht auf seinen Beruf, sondern auch auf die Welt grundlegend verändert. Und ganz ehrlich, das ist etwas, das jeder Handwerker erleben sollte. Die bürokratischen Hürden für die Teilnahme am Erasmus+-Programm sind gering, eine Lernvereinbarung genügt, und schon kann das Abenteuer beginnen. Und obwohl die ideale Praktikumsdauer vielleicht nur sechs bis acht Wochen beträgt, ist es möglich, die Zeit auf bis zu sechs Monate auszudehnen, solange der Aufenthalt innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Ausbildung endet. Diese Flexibilität könnte viele junge Handwerker ermutigen, ihren Horizont zu erweitern.

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Ein weiteres Plus: Die Auslandsaufenthalte sind nicht nur auf EU-Staaten beschränkt, sondern weltweit möglich – mit wenigen Ausnahmen, wie etwa Ländern mit Reisewarnungen. So können auch andere Länder und Kulturen entdeckt werden, was die eigene Berufserfahrung enorm bereichert. Vielleicht wird Michel nicht der letzte Münchner sein, der sich auf diese Art und Weise ins Abenteuer stürzt. Wer weiß, wo die nächste Reise hinführt?