Heute ist der 11.05.2026 und während in der Altstadt-Lehel das muntere Treiben der Stadtbewohner zu spüren ist, brodelt es in Feldmoching-Hasenbergl. Der Burschenverein Feldmoching hat einen Plan ausgeheckt, der für ordentlich Diskussionsstoff sorgt: Der Verein möchte einen Toilettencontainer für Veranstaltungen anschaffen. Knapp 14.000 Euro soll das gute Stück kosten, und der Bezirksausschuss (BA) soll die Kosten übernehmen. Ein Vorhaben, das nicht nur auf Zustimmung stößt!

Vereinschef Michael Hartmeier ist überzeugt, dass diese Investition langfristig kostensparend sein wird. Die laufenden Kosten für Reinigung und Wartung sollen durch die Vermietung an andere Vereine gedeckt werden. Mit einem Preis von 800 Euro pro angefangener Woche liegt das Angebot etwa 50 Prozent unter dem Marktpreis. Eine kluge Rechnung, könnte man meinen – aber nicht alle im Bezirksausschuss sehen das so.

Kontroversen im Bezirksausschuss

Die Diskussion im BA Feldmoching-Hasenbergl war alles andere als ein Spaziergang im Park. Dr. Thomas Seeger von den Freien Wählern/ÖDP äußerte Bedenken bezüglich der doppelten Kosten, die durch die Anschaffung und mögliche Mietkostenzuschüsse entstehen könnten. Klaus Mai von der SPD erinnerte an frühere Förderpannen, wie etwa die Weihnachtsbuden, die einfach verschwunden sind. Dirk Höpner von der München-Liste hingegen unterstützt die Idee und sieht sie als einen sinnvollen Umgang mit Steuergeld. Doch auch rechtliche Bedenken wurden laut: Christian Zöller (CSU) und Hans Kübler (Grüne) forderten eine Klärung des rechtlichen Rahmens. Ein rundes Tischgespräch mit allen Feldmochinger Vereinen wurde von Seeger angeregt, um die Meinungen zu bündeln. Am Ende entschied der BA, das Thema vorerst zu vertagen.

Ein wenig Hintergrund dazu: Im März 2020 wurde ein neuer Bezirksausschuss gewählt, und die Amtszeit begann, nun ja, unter nicht ganz optimalen Bedingungen, die Corona-Pandemie hatte die Situation ganz schön durcheinandergewirbelt. Mittlerweile hat sich die Lage aber entspannt, und die Bürgerinnen und Bürger können wieder aktiv an den monatlichen öffentlichen Sitzungen teilnehmen. Diese finden in zwei Räumlichkeiten statt: dem Kulturzentrum 2411 und der Mensa der Grundschule Waldmeisterstraße. Dort können Anliegen und Fragen unter dem Tagesordnungspunkt „Die Bürgerinnen und Bürger haben das Wort“ vorgebracht werden. Anträge sollten allerdings schriftlich bei der BA-Geschäftsstelle eingereicht werden, um in einer nachfolgenden Sitzung behandelt zu werden.

Bürgernähe und nachhaltige Entwicklung

Der Bezirksausschuss hat sich zum Ziel gesetzt, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Verwaltung und dem Stadtrat einzubringen. Ein bürgernahes, moderates und nachhaltiges Wachstum des Stadtbezirks steht dabei ganz oben auf der Agenda. Das ist auch wichtig, denn nur so kann man sicherstellen, dass die Anliegen der Anwohner Gehör finden und nicht in der politischen Landschaft untergehen.

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Wer nun denkt, das Thema Toilettencontainer sei nur ein kleiner Teil des großen Ganzen, der irrt sich. Es zeigt, wie lokalpolitische Entscheidungen oft in einem Spannungsfeld zwischen Kosten, Bedürfnissen und rechtlichen Rahmenbedingungen stehen. Und wie wichtig es ist, dass sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv einbringen – denn nur so kann man sicherstellen, dass die Entwicklungen in Feldmoching-Hasenbergl wirklich den Bedürfnissen des Stadtteils gerecht werden. Schließlich geht es hier nicht nur um ein WC, sondern um das Miteinander und die Zukunft des Viertels!