Am Dienstag, dem 9. Juni, wird der Sankt-Jakobs-Platz in der Altstadt-Lehel zum Schauplatz einer besonderen literarischen Begegnung. Das Jüdische Museum München lädt zur Lesung mit der talentierten Autorin Mona Yahia ein. Hier wird ihr Roman „Vier Tage. Eine nahöstliche Tetralogie“ vorgestellt – ein Werk, das nicht nur Herz und Verstand anspricht, sondern auch tief in die Geschichte einer jüdischen Familie eintaucht, die zwischen Mossul, Tel Aviv, Babel und Istanbul ihren Weg sucht.

Die Lesung beginnt um 19 Uhr und verspricht, die Zuhörer auf eine emotionale Reise durch vier Generationen zu entführen. Themen wie Exil, Verlust und Zugehörigkeit stehen im Mittelpunkt – alles Dinge, die Yahia als Kind von Flüchtlingen selbst hautnah erlebt hat. Geboren 1954 in Bagdad, floh sie 1970 in den Iran und landete schließlich 1971 in Israel. Ihre eigene Geschichte ist also von einem ständigen Suchen nach Heimat geprägt, was sich auch in ihrem Schreiben widerspiegelt.

Ein Abend voller Geschichten

Die Veranstaltung ist Teil der beeindruckenden Ausstellung „Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen“, die die kulturellen Verbindungen zwischen diesen beiden Welten beleuchtet. Ellen Presser vom Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München wird in die Lesung einführen und damit den Rahmen für einen Abend voller Geschichten und Emotionen schaffen. Die Moderation übernimmt Ulrike Heikaus vom Jüdischen Museum München, die den Abend mit ihrem feinen Gespür für Literatur und Geschichte begleiten wird.

In einer Zeit, in der Themen wie Migration und Identität mehr denn je auf der Tagesordnung stehen, bietet dieser Abend eine wertvolle Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen und Hoffnungen auseinanderzusetzen, die mit dem Leben im Exil verbunden sind. Yahias Erzählung ist nicht nur die Geschichte einer Familie, sondern spiegelt auch die universellen Fragen menschlicher Zugehörigkeit wider.

Literatur, die verbindet

Die Lesung wird in Kooperation mit dem Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dem SALON Literatur-VERLAG organisiert. Es wird spannend sein zu sehen, wie die Zuhörer auf die bewegenden Worte von Yahia reagieren. Vielleicht entsteht im Dialog mit dem Publikum eine Atmosphäre, die zum Nachdenken anregt und neue Perspektiven eröffnet.

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Für alle, die sich für Literatur, Geschichte und die komplexen Beziehungen zwischen Kulturen interessieren, ist dieser Abend ein absolutes Muss. Setzen Sie sich also einen Erinnerungszettel, schnappen Sie sich ein gutes Buch – und lassen Sie sich inspirieren! Wer weiß, vielleicht wird dieser Abend Sie dazu anregen, sich mit Ihrer eigenen Geschichte auseinanderzusetzen oder einfach nur die Schönheit der Worte zu genießen.