In der Au-Haidhausen, einem der charmantesten Stadtteile Münchens, tut sich wieder etwas auf dem Immobilienmarkt. Das Neubauprojekt „L’Isar“, entwickelt von Monvest, ist in aller Munde. An der Zeppelinstraße, Ecke Kreuzplätzchen, wo das alte Mietshaus (Zeppelinstraße 49) abgerissen wird, entsteht ein luxuriöses Wohnensemble mit Blick auf die Isar und das Deutsche Museum. Der Abriss und die Entkernung des Bestandsgebäudes haben im November 2022 begonnen, und seit Frühjahr 2023 wird fleißig abgerissen. Die Fertigstellung des Projekts ist für 2028 geplant.
Das neue Gebäude wird insgesamt 16 Wohneinheiten umfassen, die in Größen zwischen 59 und 284 Quadratmetern variieren. Dabei stehen zwei bis sechs Zimmer zur Auswahl. Die Preise für diese exklusiven Wohnungen sind nicht von schlechten Eltern: Eine Drei-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock mit zwei Bädern und Isarblick kostet stolze 1.995.000 Euro, während das Townhouse mit drei Etagen und Privatterrasse für 3.260.000 Euro zu haben ist. Auch für weniger Geld gibt es Angebote, wie die Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung für 1.785.000 Euro oder die Zwei-Zimmer-Residenz für 2.170.000 Euro.
Luxuswohnungen im Fokus
Aber nicht nur in der Au-Haidhausen wird an luxuriösen Wohnungen gebaut. Auch an der Türkenstraße 50 plant Legat Living den Abriss eines bestehenden Gebäudes, um Platz für neue Luxuswohnungen zu schaffen. Dieses Vorhaben wird von den Lokalpolitikern kritisch betrachtet, insbesondere nach den rücksichtslosen Entmietungen, die dem bestehenden Gebäude vorausgingen. Der Bezirksausschuss hat das Bauvorhaben einstimmig abgelehnt, was zeigt, dass die Sorgen um hochpreisigen Wohnraum und den Verlust von bezahlbarem Wohnraum in München real sind. Das geplante Projekt, das unter dem Namen „Max Hofe“ beworben wird, sieht weniger Wohneinheiten vor, jedoch mit einer höheren durchschnittlichen Quadratmeterzahl, was auf luxuriöse Angebote hindeutet.
In beiden Fällen sind die lokalen Behörden aktiv, um die Erhaltungssatzungen zu stärken. Während der Bezirksausschuss Au-Haidhausen sich für den Schutz der bestehenden Gebäude starkmacht, fordern die Lokalpolitiker an der Türkenstraße eine Erweiterung der Erhaltungssatzung, um weitere Gebiete zu schützen. Diese Debatten sind Teil eines größeren Diskurses über die Entwicklung des Münchener Wohnraums, der sowohl den historischen Charme der Stadt als auch ihre modernen Annehmlichkeiten widerspiegeln sollte.
Lebensqualität in München
München, bekannt für seine hohe Lebensqualität, bietet weit mehr als nur Luxuswohnungen. Die Stadt ist hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen, mit U-Bahnen, S-Bahnen und Straßenbahnen, die es leicht machen, die umliegenden Viertel zu erkunden. Wichtige Stationen wie der Hauptbahnhof und der Marienplatz sind zentrale Verkehrsknotenpunkte. Für Erholungssuchende gibt es zahlreiche Grünflächen wie den Englischen Garten und den Olympiapark, die zu entspannten Stunden im Freien einladen.
Für die Bildungseinrichtungen sind die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Technische Universität München (TUM) von großer Bedeutung und ziehen Studierende aus aller Welt an. Auch die kulinarische Vielfalt der Stadt ist beeindruckend, von traditioneller bayerischer Küche bis hin zu internationalen Feinschmeckeroptionen. Das Nachtleben in München ist lebendig und bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Abend ausklingen zu lassen.
In diesem Spannungsfeld zwischen Luxusentwicklung und Erhalt von Wohnraum wird sich zeigen, wie München seinen Charakter bewahren kann, während es gleichzeitig modernen Wohnraum schafft. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Balance zwischen diesen Bedürfnissen zu finden.