In München ist es in der letzten Zeit wieder ungemütlich geworden. Am 23. Juli 2026 gab es gleich drei Einbrüche in den Stadtteilen Bogenhausen und Haidhausen, und das innerhalb weniger Stunden. Zwischen 10:30 und 15:30 Uhr haben Unbekannte Wohnungseingangstüren aufgehebelt und die Wohnungen nach Wertsachen durchforstet. Die Beute kann sich sehen lassen: Beim ersten Einbruch wurde Bargeld im hohen dreistelligen Bereich erbeutet, beim zweiten Einbruch Schmuck im Wert eines niedrigen vierstelligen Eurobetrags. Der dritte Einbruch brachte den Tätern Bargeld und Schmuck im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Ein echter Jackpot, wenn man so will!

Die Bewohner bemerkten die Einbrüche und alarmierten sofort die Polizei. Die Münchner Kriminalpolizei sicherte an allen Tatorten umfangreiche Spuren. Das Kommissariat 53 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet die Anwohner darum, ihre privaten Überwachungskameras zu überprüfen. Wer etwas gesehen hat oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 089 2910-0 zu melden.

Auf frischer Tat ertappt

Aber nicht nur die Einbrüche am 23. Juli sorgen für Aufregung. In Bogenhausen wurden zwei junge Einbrecherinnen auf frischer Tat ertappt. Ein 65-jähriger Hausbewohner traf die beiden Frauen im Treppenhaus seines Mehrfamilienhauses an der Mühlbaurstraße. Eine der Frauen konnte der Mann stoppen und in seiner Wohnung festhalten, bis die Polizei eintraf. Die andere Frau gelang zunächst die Flucht, wurde aber später in der Nähe gefasst. In der Handtasche der gefassten Frau fand die Polizei Aufbruchwerkzeug und Schmuck, einige Stücke stammten sogar von einem vorherigen Einbruch im Lehel. Die Identität der beiden Verdächtigen bleibt bislang unklar.

Diese Vorfälle reißen ein großes Thema auf: die Einbruchskriminalität in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 gab es 82.920 Wohnungseinbrüche, das ist ein Anstieg von 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders auffällig: Über ein Drittel dieser Einbrüche geschieht tagsüber. Das macht einem schon ein bisschen mulmig, wenn man darüber nachdenkt, dass man vielleicht gerade beim Einkaufen ist, während jemand in die eigene Wohnung eindringt.

Einbruchschutz und Prävention

Die Aufklärungsquote liegt bei nur 14,1 %. Das bedeutet, dass ein Großteil der Einbrüche ungeklärt bleibt. Die durchschnittlichen Schäden pro vollendetem Einbruch belaufen sich auf rekordverdächtige 3.850 Euro. In Süddeutschland ist die Situation etwas entspannter, wo die Sicherheit deutlich höher ist als in vielen anderen Regionen Deutschlands. Dennoch ist es wichtig, auf Sicherheit zu setzen. Mechanische Sicherungen für Fenster und Türen sind ein Muss, und elektronische Alarmanlagen könnten möglicherweise einen Einbruch verhindern. Tatsächlich scheitern 44,9 % der Einbruchsversuche an entsprechender Sicherheitstechnik.

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Wenn man sich all diese Zahlen und Vorfälle vor Augen führt, wird einem klar, dass jeder Einzelne ein bisschen Verantwortung tragen kann. Ob durch Nachbarschaftshilfe, das Informieren der Polizei oder das Anbringen von Sicherheitstechnik – es gibt viele Wege, um das eigene Zuhause sicherer zu machen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja schon bald eine Lösung für die Identität der beiden jungen Einbrecherinnen. Bis dahin bleibt es spannend in München!