In Berg am Laim wird es in den kommenden Tagen ordentlich laut und ungemütlich! Am Leuchtenbergring steht der Abbruch eines nicht mehr genutzten Brückenbauwerks an. Tatsächlich wird der gesamte Bereich zwischen der Einsteinstraße und der Berg-am-Laim-Straße von Freitag, dem 29. Mai, um 12 Uhr bis Montag, dem 1. Juni, um 5 Uhr komplett gesperrt. Wer also plant, sich in dieser Gegend zu bewegen, sollte unbedingt mit Verkehrschaos rechnen.

Die Stadt hat bereits vorausschauend Maßnahmen ergriffen. Der Richard-Strauss-Tunnel wird nur bis zur Auffahrt auf die Töginger Straße und zur Autobahn A94 befahrbar sein. Um den Verkehr auf dem Mittleren Ring zu entlasten, wird er über die Richard-Strauss-Straße umgeleitet. Die Umleitung führt in beiden Richtungen über die Berg-am-Laim-Straße, die Grillparzerstraße und die Einsteinstraße. Wenn ihr aus dem Süden zur A94 möchtet, müsst ihr die Umleitung über die Baumkirchner Straße, die Truderinger Straße, die Hultschiner Straße und die Zamdorfer Straße nehmen. Keine Sorge, alle Umleitungsstrecken sind vor Ort gut ausgeschildert.

Was bedeutet das für Fußgänger und Radfahrer?

Für Fußgänger wird es ebenfalls unbequem. Die Gehwege im Bereich des Brückenbauwerks sind gesperrt. Der Zugang zum S-Bahnhof Leuchtenbering ist nur von der Einsteinstraße aus möglich. Und auch die Buslinie 59 wird umgeleitet und die Haltestelle Einsteinstraße verlegt. Hier sollten die Fahrgäste die Augen offenhalten, denn Informationen zu den verlegten Haltestellen werden rechtzeitig vor Ort bekanntgegeben. Radfahrer, haltet euch bitte an die ausgeschilderten Umleitungen – Sicherheit geht vor!

Diese Baumaßnahmen sind nicht nur ein einmaliges Ereignis; sie stehen im Kontext größerer Herausforderungen in der deutschen Verkehrsinfrastruktur. Tatsächlich hat eine Studie, beauftragt vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), ergeben, dass bis 2030 etwa 372 Milliarden Euro für den Erhalt und die Erweiterung von Schienennetzen und Straßen benötigt werden. In Deutschland gibt es knapp 714.000 Kilometer Straßen, von denen viele in einem bedenklichen Zustand sind. Man könnte sagen, die Instandhaltung unserer Infrastruktur ist ein Riesenprojekt, das nicht nur Zeit, sondern auch eine enorme finanzielle Basis erfordert.

Ein Blick in die Zukunft

Der DStGB hat darauf hingewiesen, dass fast jede zweite Straßenbrücke in den Kommunen nicht mehr gut in Schuss ist. Das betrifft auch die ÖPNV-Netze. Während die Brücken und Tunnel im öffentlichen Nahverkehr in der Regel besser erhalten sind, wartet auf die Straßeninfrastruktur eine Menge Nachholbedarf. Hier muss dringend investiert werden, damit wir nicht irgendwann in einem Verkehrschaos landen, das uns alle betrifft. Der Vorschlag eines langfristigen Investitionsfonds von Bund und Ländern könnte hier eine Lösung sein, um Planungssicherheit zu schaffen und die Straßen wieder in einen akzeptablen Zustand zu bringen.

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In Berg am Laim stehen wir also vor einer notwendigen, aber auch lästigen Phase der Umgestaltung. Es wird Zeit, dass wir alle etwas Geduld aufbringen, während die Stadt an der Verbesserung unserer Verkehrswege arbeitet. Und denken Sie daran: Jedes Ende ist auch ein neuer Anfang!