Die Monacensia im Hildebrandhaus in Bogenhausen eröffnet am 12. und 13. Mai 2026 die Türen für alle, die sich mit der eigenen Familiengeschichte und der dunklen Vergangenheit des Nationalsozialismus auseinandersetzen wollen. Es ist eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte – besonders wenn man bedenkt, wie wichtig die Aufarbeitung dieser Themen für uns alle ist. Wer weiß, was in den eigenen Wurzeln schlummert? Vielleicht gibt es vergilbte Briefe, alte Fotografien oder vergessene Geschichten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Am Dienstag, den 12. Mai, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr mit einer Lesung des Historikers Johannes Spohr aus seinem Buch „Present Past“. Darin erzählt er von Menschen, die ihre eigene NS-Vergangenheit erforscht haben – ein wahrhaft bewegendes Thema, das zum Nachdenken anregt. Spohr wird gemeinsam mit Felicitas Friedrich über die aktuellen Entwicklungen in der Erinnerungskultur diskutieren, bevor er um 19 Uhr in die Lesung einsteigt. Interessierte können bereits ab 17 Uhr an einer Führung durch die Ausstellung „Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa“ teilnehmen, geleitet von der Kuratorin Sylvia Schütz. Ein schöner Einstieg, um sich auf die folgenden Themen einzustimmen!

Ein ganzer Tag voller Recherche und Entdeckungen

Der 13. Mai ist ganz der Recherche gewidmet. Von 10 bis 17 Uhr findet ein ganztägiger Workshop mit Johannes Spohr statt. Hier lernen die Teilnehmer, wie sie die Rollen ihrer Familienangehörigen und Bekannten im Nationalsozialismus ermitteln können. Das Ganze ist auf 15 Teilnehmer begrenzt, also schnell anmelden! Die Anmeldung erfordert eine kurze Motivation, was natürlich ein bisschen Druck aufbauen kann – aber hey, es lohnt sich! Wer einmal in die Materie eintaucht, wird schnell feststellen, wie spannend und zugleich herausfordernd es ist, die eigene Geschichte zu ergründen.

Die Themen der Veranstaltung sind besonders relevant in Zeiten, in denen die Zeitzeugen der NS-Vergangenheit immer weniger werden. Nachgeborene, oft die Enkel- oder sogar Urenkelgeneration, stehen vor der Herausforderung, Antworten auf Fragen zu finden, die sie vielleicht nie richtig gestellt haben. Das kommunikative Gedächtnis in Familien löst sich mit der Zeit auf, und die Aufarbeitung der Geschichte hängt oft davon ab, ob die jüngeren Generationen bereit sind, sich mit ihrem Erbe auseinanderzusetzen.

Eine kulturelle Spurensuche

In diesem Zusammenhang wird auch der Film „Die Wohnung“ von Arnon Goldfinger interessant, der thematisiert, wie Familienmitglieder in Israel und Deutschland nach ihren eigenen NS-Vergangenheiten suchen. Goldfinger führt uns durch die Erinnerungen, die oft in vergilbten Briefen oder alten Fotos verborgen sind. Der Verlust der Zeitzeugen hat dazu geführt, dass viele Nachkommen nun auf eine Art Spurensuche gehen müssen, die vorher nicht nötig war. Es ist irgendwie traurig, aber auch faszinierend, wie diese Geschichten nach all den Jahren wieder ans Licht kommen können.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte ist nicht nur für die Betroffenen wichtig, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Die Frage, was wir aus der Vergangenheit lernen können, bleibt eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Die Generationen, die nach den Zeitzeugen kommen, müssen das Gedächtnis neu austarieren und die Verknüpfung ihrer eigenen Geschichte mit der großen Geschichte suchen. Das ist eine Aufgabe, die viel Mut und Offenheit erfordert – aber auch eine, die uns alle betrifft.

Die Veranstaltungen in der Monacensia sind eine wunderbare Möglichkeit, sich auf diese Entdeckungsreise zu begeben. Der Eintritt ist frei, und das Angebot ist nicht nur für Geschichtsinteressierte, sondern für jeden, der bereit ist, einen Blick in die eigene Vergangenheit zu werfen. Das kann ganz schön aufregend werden! Also, auf zur Monacensia am 12. und 13. Mai – vielleicht entdecken wir ja gemeinsam etwas über uns selbst!