Biergarten-Träume am Lerchenauer See: Ein Verkauf und neue Hoffnung für München
Die Sonne strahlt über München, und während die Stadt sich auf den Sommer vorbereitet, gibt es Neuigkeiten aus dem Norden: Der Biergarten am Lerchenauer See, lange ein beliebter Treffpunkt, hat in den letzten Jahren eine eher traurige Geschichte geschrieben. Siegfried Able und seine Frau Sabine haben entschieden, das 3800 Quadratmeter große Grundstück zu verkaufen. Nach einer langen Phase der Untätigkeit – seit 2018 ist der Biergarten geschlossen – sind die Pläne, die einst 50 Businessappartements und ein Wirtshaus mit Biergarten vorsahen, in einer Art Planungsnebel verschwunden. Der Verkaufspreis? Neun Millionen Euro, und das Grundstück steht seit Februar 2026 zum Verkauf!
Rainer Großmann, der Chef des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl, hat sich über die Situation geäußert. Seine Enttäuschung über den Stillstand ist deutlich. „Ein Biergarten in der Lerchenau fehlt einfach“, betont er und kritisiert die fehlende Transparenz der Ables. Dabei hatte der Bezirksausschuss den Baugenehmigungen – die bis Oktober 2028 gültig sind – sogar zweimal zugestimmt. Es scheint, als ob die Anwohner und die Stadt München auf ein lebensbelebendes Projekt warten, das einfach nicht in Gang kommt.
Ein Blick hinter die Kulissen
Verena Strobl, die Tochter von Siegfried Able, sieht die Kritik jedoch nicht ganz so dramatisch. „Es gab Austausch“, sagt sie und deutet an, dass die Entscheidung, das Grundstück zu verkaufen, eine private Angelegenheit sei. Weitere Informationen? Fehlanzeige. Ein bisschen schade ist es schon, denn viele Münchner hätten sich sicherlich über einen neuen Biergarten gefreut, der in der Gegend fehlt.
Die Idee eines Biergartens ist tief in der bayerischen Kultur verwurzelt, und gerade jetzt, wo die Temperaturen steigen, wäre ein kühles Bier unter den schattenspendenden Bäumen eine wunderbare Erfrischung. Stattdessen bleibt der Platz leer, und die Hoffnung auf einen neuen Anlauf hängt in der Luft.
Ein neuer urbaner Treffpunkt in München
<pDoch es gibt auch Lichtblicke! Am Karl-Stützel-Platz, im Alten Botanischen Garten, hat sich etwas getan. Der neue urbane Treffpunkt „Buchberg“ hat am 7. Mai 2026 eröffnet und verbindet Biergarten, Kulturfläche und urbanen Freiraum. Initiiert von der „Taskforce Bahnhofsviertel“ gemeinsam mit Gastronom Florian Schönhofer und David Boppert von der Münchner Kultur GmbH, verfolgt das Projekt das Ziel, das Bahnhofsviertel nachhaltig zu beleben.
Die Architektur – eine spannende Stahlkonstruktion aus einem ehemaligen Schlepplift – bietet eine zweigeteilte Anlage mit einer erhöhten Terrasse, die schattenspendende Baumkronen umarmt. Unten gibt es alkoholfreie Getränke, während die Gäste oben in den Genuss von Bier, Cocktails und kleinen Speisen kommen. Und das Ganze ohne Konsumzwang! Ein offener Ort, der auch für Veranstaltungen geeignet ist, um den urbanen Raum neu zu denken.
Inmitten dieser Entwicklungen wird klar, dass München in Bewegung ist. Ob der Lerchenauer See bald wieder mit einem vibrierenden Biergarten erstrahlt oder das Bahnhofsviertel mit „Buchberg“ neue Dimensionen annimmt, bleibt spannend abzuwarten. Die Stadt lebt, und mit ihr die hoffnungsvollen Wünsche ihrer Bürger.
