Am Samstag, den 13. Juni 2026, wird München ein neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen. Auf der Corneliusbrücke, einem Ort voller Charme und Geschichte, wird die neue Büste von König Ludwig II. feierlich enthüllt. Was für ein Tag! Um 10 Uhr wird Ministerpräsident Markus Söder die schwarze Plastiktüte entfernen, die die Büste seit ihrer Aufstellung am Vortag umhüllt. Ein bisschen wie ein Geschenk, das nur darauf wartet, ausgepackt zu werden.
Doch die Vorfreude auf dieses Ereignis ist nicht ohne Hürden. Der Sockel der Büste wurde bereits von Unbekannten mit Spraydosen verunstaltet, ein Umstand, der die Verantwortlichen dazu veranlasste, einen Sicherheitsdienst zum Schutz der Statue zu engagieren. Sicher ist sicher, könnte man sagen. Die ganze Aktion hat immerhin zwölf Jahre gedauert und 200.000 Euro gekostet, finanziert durch Spenden des Vereins Ludwig-II.-Denkmal, unter der Leitung von Dietmar Holzapfel. Der Mann hat wirklich sein Herzblut in dieses Projekt gesteckt.
Ein Denkmal für die Ewigkeit
Der Verein Ludwig II.-Denkmal e.V. hat sich mit den Behörden der Stadt München zusammengetan, um dieses Denkmal auf der Corneliusbrücke zu realisieren. Die Planung war nicht einfach. Einmal ging es um die Renovierungsarbeiten an der Ludwigsbrücke, die parallel zur Corneliusbrücke verläuft und die Voraussetzung für die baulichen Arbeiten am Denkmal darstellt. Die Vision? Eine von Rosen umrankte Oase der Ruhe, ähnlich der zauberhaften Roseninsel im Starnberger See. Das klingt doch nach einem Ort, an dem man gerne verweilen möchte!
Ursprünglich war eine romantische Ruine geplant, doch aufgrund finanzieller Einschränkungen wird nun eine verkleinerte Version umgesetzt. Der Stadtrat hat im März 2025 zugestimmt, dass diese Version ausschließlich aus Spendengeldern realisiert wird. Es bleibt spannend, denn es gibt zwei Entwürfe: die romantische Ruine, die vom Verein unterstützt wird, und die kleinere, die jetzt tatsächlich realisiert wird.
Eine Rückkehr, die Geschichte schreibt
König Ludwig II. kehrt auf die Corneliusbrücke zurück, und das ist mehr als nur ein Denkmal. Es ist ein Erinnerungsort, der bereits in der Vergangenheit eine bedeutende Rolle gespielt hat. Die ursprüngliche Bronzestatue wurde 1910 eingeweiht, doch die Nazis ließen sie 1943 einschmelzen. Nach dem Krieg gab es 1967 ein neues Ehrenmal in den Maximiliansanlagen, doch Dietmar Holzapfel kritisiert, dass dieses Denkmal viel zu wenig bekannt ist. Für ihn ist die Rückkehr Ludwigs II. eine Herzensangelegenheit.
Die neue Büste, gefertigt von Marc-Andreas Hofmeister, wird auf dem Original-Sockel stehen. Rund um die romantische Ruine entstehen ein Rosenbeet und Steinfragmente, die als Sitzgelegenheiten dienen sollen. Ein Ort der Begegnung, der zum Verweilen einlädt. Wie schön wäre es, hier bei einem Spaziergang die Seele baumeln zu lassen und den Duft der Rosen einzuatmen!
Die Einweihung am 13. Juni fällt auf den 140. Todestag von Ludwig II. – ein passender Tag, um die Erinnerungen an diesen außergewöhnlichen König aufleben zu lassen. Und das alles, während die Stadt München sich in ein neues Licht hüllt. Da kann man nur sagen: Auf die nächste große Enthüllung!