In Hadern, einem ruhigen Stadtteil von München, hat sich in der Nacht auf Dienstag, den 7. Juli, ein Vorfall ereignet, der für einige Aufregung sorgte. Mehrere Stromkästen wurden mit Graffiti verunstaltet. Eine aufmerksame Zeugin sah die Tat und zögerte nicht, die Polizei zu alarmieren. Das Ergebnis? Ein nächtlicher Einsatz, bei dem mehrere Streifenwagen zur Würmtal- und Sauerbruchstraße ausrückten. Die Beamten hatten schnell Erfolg und konnten drei Verdächtige in der Nähe festnehmen: einen 20-Jährigen sowie zwei Minderjährige im Alter von 15 und 17 Jahren. Alle sind Deutsche und wohnen in München.

Insgesamt wurden sechs besprühte Stromkästen entdeckt, und der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Bei den Verdächtigen fanden die Polizisten mehrere Spraydosen – ein klares Indiz für ihr nächtliches Schaffen. Die Graffiti hatten offensichtlich einen inhaltlichen Bezug zu einem Fußballverein, was nicht wirklich überraschend ist, betrachtet man die jüngsten Entwicklungen in der Stadt.

Ein Trend mit Fußballbezug

Graffiti mit Fußballbezug scheinen in München zurzeit ein regelrechter Trend zu sein. Bereits seit Dezember 2022 wurde ein Anstieg solcher Schmierereien beobachtet, nicht nur in Hadern, sondern auch in anderen Teilen der Stadt. Besonders die Fangruppierungen des FC Bayern München, bekannt als „Munich’s Red Pride“ (FCB MRP), scheinen aktiv zu sein. Ähnliche Graffitis wurden sogar in Garmisch-Partenkirchen und der Höllentalklamm gesichtet. Über 80 Schadensmeldungen wegen besprühter öffentlicher Einrichtungen wurden bislang registriert, vor allem im Bereich der Autobahnen. Die Polizei hat deshalb ihre Streifenfahrten verstärkt.

Die Rivalität zwischen den Fußballvereinen, insbesondere zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860, ist offensichtlich auch auf den Straßen sichtbar. Ein Graffiti-Battle, wie es die Autobahnpolizei nennt, sorgt für zusätzliche Brisanz. Da sieht man beispielsweise einen Schriftzug an einer Autobahnbrücke, der die Farben und Symbole der beiden Vereine trägt.

Polizeiliche Maßnahmen und Festnahmen

Die Polizei hat in den letzten Monaten immer wieder Gruppen von jungen Männern festgenommen, die beim Sprühen von Graffiti erwischt wurden. In einem Fall in Am Hart wurden neun Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren beobachtet, die dann festgenommen, aber später wieder entlassen wurden. Es scheint, dass die Faszination für Graffiti und die damit verbundene „Kunst“ immer mehr junge Menschen in ihren Bann zieht.

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Zurück zu den Festnahmen in Hadern: Die Verdächtigen wurden wegen Sachbeschädigung angezeigt. Der 20-Jährige durfte nach der Sachbearbeitung wieder gehen, während die beiden Minderjährigen zu ihren Erziehungsberechtigten gebracht wurden. Das Kommissariat 23 ermittelt weiterhin und versucht, dem Trend der Graffiti Herr zu werden. In der Stadt wird es also nicht langweilig – und die Frage bleibt: Wo führt dieser kreative Ausdruck hin? Die Straßen Münchens sind definitiv ein spannendes Kapitel im Fußball- und Graffiti-Kosmos.