München im Visier: Wenn Kfz-Ankaufs-Visitenkarten zur Umweltbelastung werden
Heute ist der 17.07.2026 und in München, insbesondere in Berg am Laim, brodelt es. Eva Endres, eine aufmerksame Bürgerin, hat sich über die massenhafte Verteilung von Kfz-Ankaufs-Visitenkarten beschwert, die mancherorts in den Grünstreifen landen. Wer kennt es nicht – man parkt sein Auto, und kaum ist man weg, klebt schon so ein Kärtchen an der Windschutzscheibe! Das Anbringen dieser kleinen Werbekärtchen ist jedoch alles andere als harmlos. In Wahrheit handelt es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit. Behörden stehen oft machtlos da, denn die Verantwortlichen sind in vielen Fällen schwer zu ermitteln.
Endres fordert ein Verbot dieser Kärtchenverteilung. Und das zu Recht! Öffentliches Straßenland ist schließlich nur für den Verkehr gedacht, und das Anbringen von Visitenkarten erfordert eine Genehmigung. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat dies bereits klargestellt: Wer auf öffentlichen Parkplätzen Visitenkarten anbringt, begeht eine genehmigungspflichtige Sondernutzung. Ein Bußgeld von 200 Euro für solche Verstöße ist bereits bestätigt worden.
Die Herausforderung für die Behörden
Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) in München stellt keine Genehmigungen für das Anbringen von Visitenkarten von Auto-Aufkäufern aus. Bei Beschwerden über solche unerlaubten Aktionen wird oft ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – ohne viel Erfolg. Im Fall von Berg am Laim etwa konnte der mutmaßliche Verursacher nicht ermittelt werden, was dazu führte, dass das Bußgeldverfahren eingestellt wurde. Ein bisschen frustrierend, nicht wahr?
Der ADAC hat ebenfalls ein Auge auf diese Praktiken geworfen und warnt davor, dass Kärtchen-Händler oft versuchen, den Preis für ein Kfz zu drücken. Wie? Indem sie das Auto schlechtreden! Es ist ein cleverer, aber unehrlicher Schachzug. Daher rät der ADAC: Informiert euch gut über den Wert eures Fahrzeugs, bevor ihr euch auf Verhandlungen einlasst. Lasst euch nicht unter Druck setzen, denn das kann schnell ins Auge gehen.
Ein Blick auf die Umwelt
Die Umwelt leidet unter diesen Praktiken. Die vielen Visitenkarten, die in den Grünstreifen landen, sind nicht nur ein Ärgernis, sondern auch eine Form der Umweltverschmutzung. Die Stadt München hat also allen Grund, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Schließlich sind die Straßen nicht als Werbeflächen gedacht, sondern sollen für den Verkehr und die Bürger da sein.
Die Diskussion um die Verteilung von Kfz-Ankaufs-Visitenkarten wirft auch größere Fragen auf: Wie gehen wir als Gesellschaft mit solchen unerlaubten Werbemaßnahmen um? Wie können wir sicherstellen, dass unsere Stadt sauber bleibt und die Verkehrsflächen nicht für Werbung missbraucht werden? Und die nächste Frage, die man sich stellen könnte: Wie viele weitere Städte haben mit diesem Problem zu kämpfen? Man könnte denken, das sollte nicht so schwer sein – aber die Realität sieht oft anders aus. Vielleicht ist es auch an der Zeit, neue Wege zu finden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und die Bürger besser zu schützen.
