Vom Trockenspeicher zum Traumdomizil: Wohnen im historischen Dachspitz des Glockenbachviertels
Im Glockenbachviertel, einem der lebhaftesten Stadtteile Münchens, wird erneut ein mutiger Schritt in Richtung Wohnraumschaffung unternommen. Die Nachverdichtung im bestehenden Gebäudebestand ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, um den steigenden Wohnraumbedarf zu decken. Hier in dieser pulsierenden Ecke der Stadt, wo alles ein bisschen bunter, ein bisschen lauter ist, wird gerade ein Projekt realisiert, das Denkmalschutz und modernen Wohnraum auf beeindruckende Weise vereint.
Die Architektin Magdalena Allekotte hat in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt einen Ausbau des Dachspitzes geplant. Ursprünglich war dieser Bereich in einen Trockenspeicher und einen kaum genutzten Raum unterteilt. Doch nun, im Herbst 2025, soll der alte Dachspitz zum Leben erweckt werden. Mit einem Grundriss von rund 100 m² und etwa 80 m² anrechenbarer Nutzfläche steht hier neuer Wohnraum in den Startlöchern! Dabei fängt die Dachschräge bereits im 3. Obergeschoss an, was dem Ganzen auch gleich seinen besonderen Charme verleiht.
Eine Herausforderung der besonderen Art
Doch das Ganze ist nicht einfach nur ein fröhliches Renovieren. Denkmalgeschützte Gebäude bringen hohe Anforderungen an Planung und Ausführung mit sich. Ein ursprünglicher Entwurf sah Dachgauben vor, aber aus denkmalrechtlichen Gründen war dieser nicht umsetzbar. Stattdessen kam eine kreative Lösung ins Spiel: Dachschiebefenster von Lideko, die über ein Schienensystem zur Seite geschoben werden. Das Standard-Schienensystem konnte aus Denkmalpflegegründen nicht verwendet werden, also wurde eine individuelle Pfosten-Riegel-Konstruktion entwickelt. So entstanden drei Fensteranlagen, die sich harmonisch in die historische Struktur einfügen.
Auf der Hofseite sind nun zwei einflügelige Lideko Classic-Dachschiebefenster und ein Premium-Dachschiebefenster installiert. Diese Fensterflügel gleiten über feststehende Glaselemente und verschwinden vollständig aus dem Sichtfeld. Eine Gesamtbreite von 3 m sorgt für einen fantastischen Tageslichteintrag. Das ist nicht nur gut für die Stimmung, sondern lässt auch das Herz jedes Sonnenanbeters höher schlagen. Und bei all dem wurde auch an die Sicherheit gedacht: Eines der kleineren Fenster dient als Notausstieg und wurde so konzipiert, dass es manuell geöffnet werden kann.
Nachhaltigkeit und Ästhetik vereint
Die Außenansicht des Projekts entspricht den strengen Anforderungen des Denkmalschutzes. Pulverbeschichtete Aluminiumprofile in einem seidenmatten Umbragrau (RAL 7022) verleihen dem Gebäude einen eleganten Look, der sowohl modern als auch respektvoll gegenüber der Geschichte des Ortes ist. Maßgefertigte Markisen bieten nicht nur Sonnenschutz, sondern fügen sich auch harmonisch in das Gesamtbild ein.
Das Glockenbachviertel ist nicht nur ein Ort des Wohnens, sondern auch ein Beispiel für die Herausforderungen, die Städte wie München beim Wachstum und der Nachverdichtung bewältigen müssen. Städte reagieren auf steigenden Wohnraumbedarf mit kompakteren Strukturen und intelligent genutzten Flächenreserven. Diese Art der Nachverdichtung umfasst nicht nur das Schaffen von mehr Wohnungen, sondern auch die Abstimmung von Mobilität und Aufenthaltsqualität. Stadtplaner wissen, dass kurze Wege zu alltäglichen Einrichtungen entscheidend für ein funktionierendes Quartiersleben sind.
Mit Projekten wie diesem wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner verbessert. Denn schließlich soll das Zuhause nicht nur ein Dach über dem Kopf sein, sondern ein Ort, an dem man sich wohlfühlt und der zum Verweilen einlädt. Der Balanceakt zwischen Denkmalschutz und modernen Wohnbedürfnissen ist eine Herausforderung, die hier im Glockenbachviertel auf beeindruckende Weise gemeistert wird. Und während die Bauarbeiten voranschreiten, bleibt die Vorfreude auf die neuen, lichtdurchfluteten Räume spürbar. Das Gefühl, das hier entsteht, ist einfach nur schön.
