Die Münchner Altstadt hat in der letzten Zeit nicht nur mit ihren historischen Gebäuden und dem pulsierenden Leben auf den Straßen auf sich aufmerksam gemacht. Leider gibt es auch Schattenseiten, die an die dunklen Ecken unserer Stadt erinnern. Am Samstagabend, den 27. Juni, wurde ein 28-jähriger Mann um etwa 22:15 Uhr Opfer eines Raubüberfalls am Isartor. Zwei unbekannte Männer überfielen ihn, warfen ihn zu Boden und entwendeten Wertgegenstände im Wert eines niedrigen fünfstelligen Betrags. Ziemlich dreist, nicht wahr?

Glücklicherweise blieb das Opfer körperlich unverletzt und erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Das Kommissariat 21 hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können. Diese wurden als zwei junge Männer beschrieben: Der erste ist etwa 17 bis 20 Jahre alt, ca. 195 cm groß, hat eine sportliche Figur, kurze schwarze Haare und trägt einen Dreitagebart. Er war mit einer schwarzen Nike-Kappe und einem weißen T-Shirt bekleidet. Der zweite Mann, ebenfalls in der gleichen Altersgruppe, ist ca. 175 cm groß, muskulös, hat schwarze lockige Haare und einen langen schwarzen Bart mit brauner Spitze. Auch er trug ein weißes T-Shirt, schwarze Hose und auffällige Sneaker. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter der Telefonnummer 089 2910-0 bei der Polizei melden.

Ein weiterer Überfall erschüttert München

Der Raubüberfall in der Altstadt ist nicht der einzige Vorfall, der die Münchner beschäftigt. Am Mittwochnachmittag, dem 29. Juni, fand ein Überfall auf ein Juweliergeschäft in der Goethestraße statt. Zwei Männer betraten das Geschäft, fesselten Mitarbeiter und einen Kunden mit vorgehaltener Waffe und sperrten sie in einem Nebenraum ein. Die geraubten Uhren haben einen Wert von etwa 300.000 Euro! Das ist mal eine Summe, die einem schwindelig werden kann.

Die Täter flüchteten mit einem Auto, das sie an der Theresienwiese abstellten, und wechselten dann in ein Taxi. Ein aufmerksamer Passant bemerkte das verdächtige Verhalten und informierte die Polizei. Diese war bereits alarmiert, da ein Mitarbeiter des Juweliers den Notruf gewählt hatte. Was folgte, war ein massiver Einsatz: 40 Streifenwagen und ein Hubschrauber suchten nach den Tätern. Die Festnahme der beiden Männer erfolgte kurz vor 18 Uhr auf der A9 in Richtung Nürnberg, wo ein Taxi mit gesuchtem Nummernschild gestoppt wurde. Einer der Täter, 21 Jahre alt und ohne festen Wohnsitz in Deutschland, wurde bereits identifiziert, während der zweite bis zum Donnerstagmittag unbekannt blieb.

Sicherheitslage in München im Blick

Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass Verbrechen und Vergehen in München erfasst werden, einschließlich versuchter Straftaten. Rauschgiftdelikte, die vom Zoll bearbeitet werden, sind ebenfalls einbezogen. Dabei ist interessant zu wissen, dass jede der Polizei bekannt gewordene Straftat als ein Fall erfasst wird – unabhängig von der Anzahl der Geschädigten. Unklar bleibt, ob die beiden Überfälle in der Altstadt und in der Goethestraße von denselben Tätern begangen wurden. Die Polizei prüft die Möglichkeit eines Zusammenhangs mit weiteren Überfällen in Oberbayern, unter anderem mit einem Überfall in Murnau und einem in Wolfratshausen. Hier haben Täter unter Gewaltanwendung Uhren geraubt.

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Die Sicherheitslage in München ist also alles andere als entspannt. Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittler schnell Licht ins Dunkel bringen und die Täter gefasst werden. Wenn die Münchner etwas brauchen, dann ist es ein Gefühl der Sicherheit – für sich selbst und für ihre Stadt.