Radfahrer in der Lindwurmstraße: Rückbau des Radstreifens sorgt für Unmut
Heute ist der 18.07.2026, und in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt brodelt es gewaltig, zumindest wenn es um das Thema Radfahren geht. Die Stadt München plant, den Radfahrstreifen in der Lindwurmstraße temporär abzubauen. Der Grund? Ein Schienenersatzverkehr für die gesperrten U-Bahnlinien U3 und U6. Zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße werden Ersatzbusse pendeln, und die Verkehrslage scheint sich zum Schlechten zu wenden. Pendler sind genervt, Staus sind vorprogrammiert, insbesondere während der Hauptverkehrszeiten. Nichts ist schlimmer, als im Stau zu stehen, während man einen vollen Fahrplan im Kopf hat!
Das Mobilitätsreferat und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben sich die Köpfe zerbrochen und verschiedene Alternativen geprüft. Ab dem 21. Juli 2026 soll nun eine temporäre Busspur für den Schienenersatzverkehr eingerichtet werden, und zwar stadteinwärts zwischen Reisingerstraße und Sendlinger Tor. Aber – und das ist das große Aber – der ADFC, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, hebt kritisch den Finger. Die Radfahrenden sollen auf den Geh- und Radweg im Seitenbereich ausweichen, was die Sicherheit in Frage stellt. Wer sich auf dem Rad fortbewegt, weiß, wie wichtig eigene Streifen sind!
ADFC kritisiert Rückbau
Der ADFC München zeigt sich unverständlich über die Pläne, den Radfahrstreifen zu entfernen, der erst vor einem Jahr eingerichtet wurde. „Das ist ein Rückschritt in der Verkehrssicherheit“, äußert Andreas Schön, der 1. Vorsitzende des ADFC München. Die Sicherheitslage für Radfahrende war durch den Umbau der Lindwurmstraße spürbar verbessert worden. Jetzt, wo die Stadt eine Busspur für den Schienenersatzverkehr vorbereitet, wird die Sicherheit der Radfahrenden offenbar hinten angestellt – und das bis voraussichtlich August 2027, bis die U-Bahn-Sanierung abgeschlossen ist.
Der ADFC erkennt zwar die Notwendigkeit eines leistungsfähigen Schienenersatzverkehrs während der U-Bahn-Sperrung an, doch die Frage bleibt: Wie sicher ist es, den Radverkehr auf Geh- und Radwege zu verlagern? Bedenken zur Sicherheit bleiben bestehen, und die Maßnahme wird als eine Art Kompromiss empfunden, der zulasten der Radfahrenden geht. Ehrlich gesagt, es ist schon komisch, wenn man sieht, wie die Leistungsfähigkeit des Kfz- und Busverkehrs über die Sicherheit des Radverkehrs gestellt wird. Die Radfahrstreifen sind nicht nur ein Luxus, sie sind ein elementarer Bestandteil einer modernen Stadt.
Ein Blick in die Zukunft
Was wird aus den Radfahrenden, die auf eine sichere und komfortable Infrastruktur angewiesen sind? Die Lindwurmstraße ist eine stark frequentierte Strecke, und man fragt sich, wie die Stadt die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleisten möchte. Der Rückbau des Radfahrstreifens könnte ein herber Rückschlag in der ohnehin schon angespannten Situation sein. Die Menschen, die auf das Rad angewiesen sind oder einfach nur gerne radeln, haben ein Recht auf Sicherheit – und das sollte nicht hinter den Bedürfnissen des motorisierten Verkehrs zurückstehen!
In den kommenden Wochen und Monaten wird sich zeigen, ob die Stadt München das richtige Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern finden kann. Während sich die Busse durch die Lindwurmstraße quälen, bleibt die Hoffnung auf eine Rückkehr zu besseren Bedingungen für Radfahrende. Wer weiß, vielleicht wird die Stadt ja doch noch umdenken und ihre Pläne anpassen? Nur die Zeit wird es zeigen.
