Im Norden Münchens, wo das dörfliche Flair noch spürbar ist, findet sich der U-Bahnhof Feldmoching. Er wurde 1996 eröffnet und ist der nördliche Endpunkt der U2. Hier zieht es viele Münchner an, die auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen sind. Der Fahrer kündigt die Haltestelle in einem charmanten bairischen Dialekt an – das hat schon fast etwas Gemütliches, findet man nicht? Und bei der Ankunft wird man von einer schummrigen Atmosphäre empfangen, die durch die indirekte Beleuchtung entsteht. Die Lichtplanung stammt vom Ingenieurbüro Werner Lampl, während die Architektur auf den Entwürfen des Berliner Architekten Peter Lanz basiert.

Der U-Bahnhof ist nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend. An den Wänden des Bahnsteigs hängen 32 Bilder, die das ländliche Leben in Feldmoching zeigen. Diese stammen vom Fotografen Florian Heine und wurden künstlerisch von Ricarda Dietz und Marc Sigl bearbeitet. Materialien wie Aluminium, Edelstahl und Glas verleihen dem Bahnhof einen modernen, dennoch warmen Charakter.

Ein Umsteigeknoten mit Charme

Der Bahnsteig liegt direkt unter dem S-Bahnhof Feldmoching, der nicht nur an die Innenstadt, sondern auch zu den S-Bahn-Strecken nach Freising und zum Flughafen führt. Das macht diesen Ort zu einem wichtigen Umsteigeknoten, insbesondere für Pendler, die zur BMW-Welt fahren. Der Aufzug vom stadt­auswärtigen S-Bahnsteig führt direkt auf den U-Bahnsteig – eine praktische Erleichterung, besonders für die Älteren oder wenn man mal einen schwer beladenen Einkaufskorb mit sich führt.

In der Umgebung des Bahnhofs gibt es auch einige Annehmlichkeiten: Vor Ort findet man eine Bäckerei und einen kleinen Zeitungskiosk, die zum Verweilen einladen. An einem Ausgang wartet ein Aldi, der sich perfekt für den schnellen Einkauf eignet, und ein großer Parkplatz, der für die Autofahrer unter uns goldwert ist. Der andere Ausgang führt zum Walter-Sedlmayer-Platz, wo freitags von 13 bis 18 Uhr ein Markt stattfindet. Hier verkaufen Verkäufer wie Erkan Catürk bereits seit zehn Jahren ihre Waren, auch wenn er in der Ferienzeit weniger Kundschaft verzeichnet. Maria Gogeff, die seit zwölf Jahren Gemüse und Pflanzen anbietet, ist hingegen mit ihrem Standort sehr zufrieden.

Ein Platz zum Verweilen

Der Walter-Sedlmayer-Platz hat sich in den letzten Jahren ebenfalls verändert. Neue Bäume wurden gepflanzt, was dem Platz einen frischen Anstrich verleiht. Eine Anwohnerin genießt täglich ihren Kaffee dort und fühlt sich richtig wohl. Ihr Mann äußert allerdings Bedenken zur Sicherheit in der Gegend bei Nacht – ein Thema, das in vielen Stadtteilen immer wieder Diskussionsstoff bietet. Dennoch sind sie sich einig: Der U-Bahnhof ist gut erhalten und ansprechend gestaltet.

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Feldmoching selbst hat sich modernisiert, ohne sein dörfliches Wesen zu verlieren. Der Stadtteil gehört seit 1938 zu München und wurde bereits im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Die Entwicklung der Gegend um den U-Bahnhof zeigt, wie man Tradition und Moderne harmonisch vereinen kann. Wo früher nur Wiesen und Felder waren, hat sich heute ein kleines Stadtteilzentrum mit Einkaufs­möglichkeiten und Busbahnhof etabliert.

Das Münchner U-Bahn-Netz selbst ist eines der modernsten und leistungsfähigsten der Welt – auf etwa 95 km Länge und mit rund 100 Bahnhöfen. Zukünftige Planungen sehen unter anderem zusätzliche Treppenanlagen an stark frequentierten Kreuzungsbahnhöfen vor. Die Stadt bleibt am Puls der Zeit und sorgt dafür, dass die Infrastruktur nicht nur erhalten bleibt, sondern ständig weiterentwickelt wird. Letztlich sorgt das alles dafür, dass München auch weiterhin ein Ort bleibt, an dem man gerne lebt und arbeitet.