Heute ist der 22.04.2026 und in München wird ein neuer Weg in der Verkehrsplanung eingeschlagen. Im Stadtteil Freiham hat ein Pilotprojekt für barrierefreie Querungen an ungesicherten Straßenübergängen seine ersten Erfolge gefeiert. Die Roman-Herzog-Straße wurde zum Schauplatz dieser innovativen Maßnahme, die ganz im Zeichen der Sicherheit und Zugänglichkeit steht.

Fachleute aus verschiedenen Referaten und Fachstellen haben am 21. April 2026 die neue Querung begutachtet. Ziel des Projekts ist es, sichere Übergänge ohne Ampeln oder Zebrastreifen zu schaffen, die allen Menschen zugänglich sind. Die Straßenquerung auf Höhe der Hausnummer 13 wurde in zwei Bereiche unterteilt: Ein Bereich ist auf Fahrbahnniveau abgesenkt, um Rollstuhlfahrern, Rollatornutzern und Eltern mit Kinderwagen einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen. Der andere Bereich ist um sechs Zentimeter erhöht, was sehbeeinträchtigen Menschen das Ertasten erleichtert.

Ein neuer Standard für die Stadt

Diese differenzierte Querung wird künftig als Standardlösung in München etabliert. Mobilitätsreferent Georg Dunkel hebt die Vorteile der neuen Querung für die Verkehrssicherheit und den Komfort hervor. Die Querungen werden mit einem zweireihigen Streifen aus weißen Bodenindikatoren ausgestattet, die speziell für Menschen mit Sehbehinderung gedacht sind. So wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch die Selbstständigkeit dieser Menschen gefördert.

Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, die Baureferentin, berichtet von bereits umgesetzten Bordhöhen an gesicherten Querungen und verweist auf die Notwendigkeit, auch in Zukunft auf solche differenzierten Standards zu setzen. Daniela Maier, die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte, betont, dass diese neue Regelung künftig bei allen Neu- und Umbauprojekten berücksichtigt wird.

Ein Blick in die Zukunft

Der neue barrierefreie Ausbaustandard, der bereits seit 2022 als Pilotprojekt an der Schwanthalerstraße 74 getestet wurde, wird ab 2024 flächendeckend in München umgesetzt. In der Maxvorstadt und möglicherweise auch in anderen Stadtteilen sollen die neuen Standards angewandt werden, um die Mobilität aller Bürger zu verbessern. Der neue Standard ergänzt eine bereits 2015 umgesetzte Variante mit einheitlicher Bordsteinhöhe und taktilem Bodenleitsystem.

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Die Unterscheidung zwischen einem vollständig abgesenkten Bereich für Rollstuhlfahrer und einem Bereich mit 6 cm hohem Bordstein für Sehbehinderte zeigt, dass die Stadt München sich aktiv um die Belange von Menschen mit Behinderungen kümmert. Abweichungen von dieser Standardlösung werden mit dem Städtischen Beraterkreis für barrierefreies Planen und Bauen sowie dem Behindertenbeirat abgestimmt, um optimale Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Mit diesen Maßnahmen geht München einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiveren Stadt, in der alle Menschen die gleichen Chancen haben, sich sicher und selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen. Die neue Querung in Freiham ist nicht nur ein Zeichen des Fortschritts, sondern auch ein Beispiel für das Miteinander in unserer Stadt.