Hitzewelle und Eichenprozessionsspinner: Detmolds Freibäder im Ausnahmezustand
Heute ist der 28.06.2026 und während sich die Sonne über Neuhausen-Nymphenburg ergießt, blicken wir mit einem schmunzelnden Auge auf die Situation in Detmold, Nordrhein-Westfalen. Dort hat eine Hitzewelle die Temperaturen in schwindelerregende Höhen von über 35 Grad – teilweise sogar bis zu 40 Grad – getrieben. Doch die sommerlichen Temperaturen haben nicht nur für Strandlaune gesorgt. Ein ungebetener Gast hat die Freibäder in der Stadt in Bedrängnis gebracht: der Eichenprozessionsspinner. Ja, das klingt nicht nur komisch, das ist auch ernst!
Am Dienstag, dem 23. Juni, war es soweit: Das Freibad Fischerteich musste aufgrund des Befalls seine Pforten schließen. Die Stadt Detmold hatte keine andere Wahl und ordnete die Sperrung bis mindestens Anfang der nächsten Woche an. Für viele Schwimmbad-Fans war das natürlich ein herber Schlag. Das geplante Dämmerschwimmen am Freitag, dem 26. Juni, wurde kurzerhand abgesagt. Am Mittwoch, dem 24. Juni, kam dann das zweite Freibad ins Spiel: Auch das Freibad Hiddesen war betroffen. Ein echtes Drama für die heißen Tage!
Die Rettung naht
Glücklicherweise konnten die beiden Freibäder bereits am Donnerstag, dem 25. Juni, wieder öffnen. Ein echter Lichtblick! Fachpersonal hatte in der Zwischenzeit die Nester des Eichenprozessionsspinners fachgerecht entfernt, und die Entwarnung für das Freibad Hiddesen ließ nicht lange auf sich warten: Die Gefahr durch die lästigen Brennhaare war beseitigt! Die Schädlinge sind berüchtigt, weil ihre Brennhaare meterweit durch den Wind getragen werden können und auch verlassene Gespinste eine Gefahr darstellen, da sie mehrere Jahre überdauern können. Das sollte uns allen eine Warnung sein!
Die Schädlingsbekämpfer waren nicht nur in den Freibädern aktiv, sondern auch an mehreren Schulen in der Umgebung im Einsatz. Es ist wichtig, dass solche Maßnahmen von spezialisierten Firmen durchgeführt werden, denn nur so kann die Sicherheit der Gäste gewährleistet werden. Die Stadtverwaltung hatte bereits angekündigt, dass die Freibäder spätestens am Freitag wieder öffnen sollen, und das ist schließlich auch eingetreten – das zuvor abgesagte Dämmerschwimmen konnte unter neuem Licht stattfinden!
Eichenprozessionsspinner – was nun?
Doch was genau ist dieser Eichenprozessionsspinner eigentlich? Der Schädling kann sowohl Bäume als auch Menschen schädigen. Daher gibt es unterschiedliche Regelungen für seine Bekämpfung. Die Bekämpfung zum Schutz der Eichen fällt unter die Pflanzenschutzmittel-Verordnung, während der Schutz der menschlichen Gesundheit unter die Biozid-Verordnung fällt. Präventiv könnten Nistkästen für Meisen in der Nähe von Eichen aufgehängt werden – nicht direkt in die Eichen, versteht sich!
Die Bekämpfungsmethoden sind vielfältig: chemisch, biologisch, mechanisch oder thermisch. Wichtig ist, dass alle Maßnahmen von professionellen Anwendern durchgeführt werden. Bei einem Befall sollte man Kontakt zu Gesundheits-, Forst- oder Pflanzenschutzämtern oder professionellen Schädlingsbekämpfern aufnehmen. Und wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Gespinstnester können abgesaugt und entsorgt werden, was ab dem dritten Larvenstadium möglich ist. Heißwasser oder Heißschaum in die Nester bringen, tötet die Raupen ab – ganz ohne Chemie! Ungeschütztes Abflammen oder Fällen von Bäumen sollte man jedoch vermeiden, denn die Brennhaare könnten unkontrolliert verteilt werden. Das will ja wirklich niemand!
Die Situation in Detmold könnte also für viele ein Weckruf sein. Man sollte befallene Gebiete meiden, sich über lokale Presse und Hinweisschilder informieren und im Zweifelsfall immer die Finger von den Raupen und Nester lassen. Wer Kontakt hat, sollte sich umziehen, reinigen und duschen – und das bei mindestens 60 °C, um das gefährliche Nesselgift zu neutralisieren. Ein bisschen Vorsicht kann nie schaden, besonders wenn die Sonne so strahlt!
