Heute ist der 17.06.2026 und während München sich in ein sommerliches Kleid hüllt, wird auch am Rotkreuzplatz in Neuhausen-Nymphenburg ein Umbruch sichtbar. Die Pläne für das Kaufhaus, das seit Jahren ein fester Bestandteil des Viertels ist, stehen auf der Kippe. Die OFB Projektentwicklung, der Eigentümer des seit langem bestehenden Galeria Kaufhauses, hat einen Teilabriss angekündigt. Ja, Sie haben richtig gehört – ein Teilabriss. Das klingt zunächst nach einer schockierenden Nachricht, besonders für die Anwohner, die sich im Mai 2023 vehement für den Erhalt des Kaufhauses eingesetzt haben.

Der Abriss des 10.000 Quadratmeter großen Gebäudes, das sich über vier Etagen erstreckt, wirft Fragen auf. Im März 2023 wurde öffentlich, dass Galeria am Rotkreuzplatz möglicherweise schließen könnte. Die Ungewissheit über die Zukunft des Kaufhauses hängt stark von der Kaufhauskette selbst ab. Und während Galeria Kaufhof voraussichtlich weichen muss – die Mietverträge enden 2027 und eine Fortführung wurde abgelehnt – haben sich neue Pläne konkretisiert. Diese wurden kürzlich im Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg vorgestellt.

Umbau mit neuen Perspektiven

Der geplante Umbau soll bis 2030 in Angriff genommen werden. Im neuen Konzept sind Einzelhandelsflächen, Büroflächen, ein Hotel mit Dachterrasse und 80 Mietwohnungen vorgesehen. Das Untergeschoss und das Erdgeschoss bleiben in ihrer bisherigen Form erhalten – das ist zumindest ein kleiner Trost für die, die das Kaufhaus lieben. Interessierte Ketten wie Edeka, Lidl und DM haben bereits ihr Interesse an den neuen Einzelhandelsflächen bekundet. Man fragt sich, was die Nachbarn wohl dazu sagen werden – ein bisschen frisches Leben könnte dem Platz sicher guttun.

Die oberen Stockwerke des Kaufhauses sollen zurückgebaut werden, um Platz für Büros, ein Hotel und die neuen Wohnungen zu schaffen. Aber der Umbau könnte erst nach dem möglichen Auszug von Galeria im Jahr 2027 starten. Bis dahin wird die Situation wohl weiterhin angespannt bleiben. Immerhin haben rund 2000 Menschen eine Petition gegen die Pläne der OFB GmbH unterzeichnet. Das zeigt, wie sehr den Münchnern das Schicksal ihres Stadtteils am Herzen liegt.

Ein Blick auf die Stadtgestaltung

Im Sommer 2023 wird sich die Münchner Stadtgestaltungskommission mit dem Projekt befassen. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidungen letztlich getroffen werden. Es ist klar, dass die Zukunft des Kaufhauses am Rotkreuzplatz nicht nur die Anwohner, sondern auch viele Münchner betrifft. Die Frage, wie lebenswert unser Stadtteil bleibt, wird wohl auch von den neuen Plänen abhängen. Man kann nur hoffen, dass bei all den Veränderungen die Seele des Platzes erhalten bleibt.

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In der Zwischenzeit wird es spannend bleiben. Werden die neuen Pläne tatsächlich umgesetzt? Oder bleibt es bei Träumen und Visionen? Die Münchner wissen, wie man eine gute Geschichte erzählt – und die Geschichte von Galeria am Rotkreuzplatz ist noch lange nicht zu Ende.